Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Die Affäre Rue de Lourcine" von Eugène Labiche - Burgtheater Wien"Die Affäre Rue de Lourcine" von Eugène Labiche - Burgtheater Wien"Die Affäre Rue de...

"Die Affäre Rue de Lourcine" von Eugène Labiche - Burgtheater Wien

PREMIERE 18. April 2015, 19.30 Uhr, Burgtheater. -----

Erweiterte Neufassung von Elfriede Jelinek. - Der wohlhabende Rentier Lenglumé verbringt den Abend beim Ehemaligentreff seines Jugendinternats. Am nächsten Morgen erwacht er unter Alkoholeinfluss, dafür allerdings ohne Erinnerung an die Geschehnisse der Nacht.

 

Neben ihm im Bett befindet sich ein schnarchender Mann, den er als seinen Schulkameraden Mistingue identifiziert. Lenglumés Gattin Norine berichtet derweil aus der Zeitung von einem Mord an einer jungen Kohlenschlepperin in der vergangenen Nacht. Anhand einer Reihe von Indizien – einem Damenschuh, blonden Locken und Kohlestücken – kommen die beiden Männer entsetzt zu dem Schluss, dass sie im Rausch jenen grausamen Mord begangen haben müssen.

 

Sie versuchen panisch, ihre kohlschwarzen Hände reinzuwaschen und die Belastungszeugen Potard und Justin zu eliminieren, um ihre weiße Weste zu bewahren. Es geht um die unbedingte Reinhaltung der bürgerlichen Fassade, das ermordete, mittellose Mädchen hingegen hat in dieser Gesellschaft keinerlei Wert. Die Gedächtnislücke, der Dauerrausch und die mediale Berichterstattung bergen jedoch mehr Tücken in sich als vermutet.

 

„Nur die blöde Kohle … die taucht immer wieder auf, die Kohle … wie der Blutfleck von Macbeth!“

 

Eugène Labiche zeigt in seinem Albtraumschwank von 1857 spielerisch die schmutzigen Wahrheiten, die sich hinter einer spießbürgerlichen, sauberen Kulisse auftun können.

 

Regie: Barbara Frey

Bühnenbild: Bettina Meyer

Kostüme: Esther Geremus

Licht: Friedrich Rom

Musik: Tommy Hojsa

Dramaturgie: Amely Joana Haag

 

Lenglumé, Rentier

Nicholas Ofczarek

 

Mistingue

Michael Maertens

 

Potard, Lenglumés Vetter

Peter Matić

 

Justin, Bediensteter bei Lenglumé

Markus Meyer

 

Norine, Lenglumés Frau

Maria Happel

 

Dienstag, 21.04.2015 | 19.30 Uhr

Freitag, 24.04.2015 | 19.30 Uhr

Sonntag, 26.04.2015 | 19.00 Uhr

Mai

Samstag, 02.05.2015 | 19.30 Uhr

Freitag, 08.05.2015 | 20.00 Uhr

Donnerstag, 14.05.2015 | 19.00 Uhr

Sonntag, 17.05.2015 | 11.00 Uhr

Mittwoch, 27.05.2015 | 20.00 Uhr

Juni

Samstag, 06.06.2015 | 19.30 Uhr

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

DIE OPER ALS TV-DRAMA

Es war eine Premiere der besonderen Art an einem historischen Ort. Zum ersten Mal gastierte das Nationaltheater Mannheim im Pfalzbau Ludwigshafen - und die Mannheimer Erstaufführung der "Hugenotten"…

Von: ALEXANDER WALTHER

MIT DEM ROSS IN DEN HIMMEL

Marco Stormans Inszenierung stellt die Unsicherheit der Figuren in den Mittelpunkt. Es ist nichts mehr so, wie es war. Die gesellschaftlichen Verabredungen scheitern. Storman arbeitet in diesem…

Von: ALEXANDER WALTHER

Untiefen

Ein schwarzer kubistischer Hügel mit scharfen Graten ersetzt die schottische Landschaft. Ein erschöpfter Macbeth, blutbeschmiert nach der Schlacht, wird von drei Hexen, kahlköpfigen geschlechtlosen…

Von: Dagmar Kurtz

Forever young

Die Essenz zweier realer und eines fiktiven Lebens werden in dem Theaterstück "Dorian" von Darryl Pinckney und Robert Wilson miteinander verknüpft: die des Malers Francis Bacon, des Autors Oscar Wilde…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Mythos erwacht zum Leben

Widersprüchlich und nicht ganz greifbar ist die historische Figur der Johanna von Orléans. Schier unglaublich, wie es einem einfachen Bauernmädchen im 15.Jahrhundert gelang, bis zum König…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑