Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Die Donlon Dance Company/Ballett: "Picasso on the Move"Die Donlon Dance Company/Ballett: "Picasso on the Move"Die Donlon Dance...

Die Donlon Dance Company/Ballett: "Picasso on the Move"

Premiere: Samstag, 26. Januar 2008 um 19.30 Uhr im Staatstheater Saarbrücken

 

Anlässlich der großen Ausstellung «Pablo Picasso: Das Werk der 50er Jahre» im Saarlandmuseum unternehmen das Ballettensemble des Saarländischen Staatstheaters und das Saarländische Staatsorchester eine tänzerisch-musikalische Annäherung an den wohl bekanntesten Maler des 20. Jahrhunderts.

In „Parade“, einer Choreografie von Léonide Massine auf Musik von Erik Satie, treten die Tänzer in einem Bühnenbild und in Kostümen auf, die von Picasso höchstselbst entworfen wurden.

 

Das Duett „Shutters Shut“ des Chorografenduos Lightfoot/León thematisiert die Verbindung zwischen Picasso und der Dichterin Gertrude Stein.

 

In der Uraufführung „Poem an Minotaurus“ von Stephan Thoss, choreografiert auf Musik von John Adams, wird der Frage nachgegangen, wie Momente aus Picassos schöpferischer Biografie – der Überfluss an Ideen, das lustvolle Sich-Abarbeiten an bestimmten Motiven, der Drang, sich in unterschiedlichsten Stilen auszuprobieren – im Medium des Tanzes reflektiert werden können. Marguerite Donlons neu geschaffene Choreografie zu Igor Strawinskys Ballettmusik

 

„Le sacre du printemps“ unternimmt schließlich vor dem Hintergrund von Picassos kubistischer Schaffensphase den Versuch, die Möglichkeiten von Spiegelung, Ver-Rückung und Zersplitterung auf der Tanzbühne auszuloten und das aus der Malerei bekannte Spiel von Farben und geometrischen Formen auf das aus dem Tanz bekannte Zusammenspiel von Körpern zu übertragen.

 

Die Choreografinnen und Choreografen:

 

Leonide Massine (1896-1979) wirkte zunächst als Tänzer, später auch als Choreograf bei Djagilevs „Ballets Russes“. Er arbeitete außerdem mit Martha Graham, Ida Rubinstein und dem American Ballet Theatre, nach 1945 dann verstärkt mit dem Sadlers Wells Ballet in London und das Ballett der Mailänder Scala zusammen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen „Pulcinella“, „Le tricorne“, die sinfonischen Ballette „Les Présages“ und „Choreartium“ sowie die Choreografie für den Tanzfilm „The Red Shoes“ (1948), an dem er selbst mitwirkte.

 

Das Choreografenduo Lightfoot / León – bestehend aus dem Briten Paul Lightfoot und der Spanierin Sol León – ist seit 2002 feste choreografische Instanz beim Nederlands Dans Theater in Den Haag. 1987 stießen beide als Tänzer zur Truppe NDT 1, von 1991 an folgten erste choreografische Arbeiten. Bis zum heutigen Tage sind für die drei NDT-Compagnien an die dreißig Choreografien entstanden. Für ihr Stück „Signing Off“ (2005) wurden Lightfoot/Léon mit dem Prix Benois de la Danse ausgezeichnet. Im Jahre 2007 riefen sie ein Tanzprojekt für Straßenkinder in Bangladesch ins Leben.

 

Stephan Thoss, geboren 1965 in Leipzig, studierte an der Palucca-Schule in Dresden und arbeitete als Tänzer an der Sächsischen Staatsoper Dresden, der Komischen Oper Berlin und am Staatstheater Kassel. Von 1998 bis 2001 leitete Thoss das Ballett der Bühnen der Landeshauptstadt Kiel und von 2001 bis 2006 das Ballett der Staatsoper Hannover. Seit Beginn der Spielzeit 2007/08 ist er Ballettdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Gastchoreografien führten ihn u.a. zum Stuttgarter Ballett, zum Bayerischen Staatsballett, zum Hamburg Ballett sowie zum Nederlands Dans Theater II.

 

Marguerite Donlon, geboren im County Longford (Irland), tanzte beim English National Ballet sowie beim Ballet der Deutschen Oper Berlin und ist seit 2001 Ballettdirektorin und Choreografin am Saarländischen Staatstheater. Ergänzend zu ihrer Arbeit in Saarbrücken hat Marguerite Donlon für zahlreiche Ballettcompagnien rund um den Erdball Choreografien geschaffen, etwa für das Ballett der Wiener Staatsoper, das Nederlands Dans Theater II, das Stuttgarter Ballett, das Ballett der Komischen Oper Berlin oder die Hubbard Street Dance Company Chicago.

 

PARADE

Szenario: Jean Cocteau

Choreografie: Leonide Massine (Einstudierung: Susanna Della Pietra)

Künstlerische leitung der Einstudierung: Lorca Massine

Musik: Erik Satie

Bühnenbild und Kostüme: Pablo Picasso

 

SHUTTERS SHUT

Choreografie: Paul Lightfoot und Sol León

Licht: Tom Bevoort

Text: Gertrude Stein

 

POEM AN MINOTAURUS (Uraufführung)

Choreografie, Bühne, Kostüme und Licht: Stephan Thoss

Musik: John Adams (Short Ride in a Fast machine, The Chairman Dances)

 

LE SACRE DU PRINTEMPS (Uraufführung)

Choreografie und Bühne: Marguerite Donlon

Kostüme: Markus Maas

Licht: Sascha Ertel

Musik: Igor Strawinsky

 

Musikalische Leitung: Christophe Hellmann

Es spielt das Saarländische Staatsorchester

 

In Kooperation mit dem Saarlandmuseum – Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 20 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑