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"Die Entführung aus dem Serail", Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart, Landestheater Niederbayern

Premiere im Stadttheater Passau am 27. Februar 2016 um 19.30 Uhr. -----

Was passiert, wenn zwei fremde Welten aufeinandertreffen? Zuerst sind da meist Argwohn und Misstrauen, doch wenn man sich erst einmal näher kennengelernt hat, erwacht bald die Faszination an der anderen Kultur. Vom Reiz des Exotischen und seinen individuellen Verlockungen erzählt Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ (1782).

Der spanische Edelmann Belmonte und sein Diener Pedrillo brechen in den Orient auf, um ihre bei einem Piratenangriff geraubten Frauen zurückzuerobern. Konstanze und Blonde wurden an Bassa Selim verkauft und in dessen Harem integriert. Da sich vor allem der Aufseher Osmin, der endlich „ein Liebchen hat gefunden“, unnachgiebig zeigt, was die Freigabe der Frauen betrifft, wird eine Entführung geplant. Um den wachsamen Aufpasser abzulenken, verleitet Pedrillo den Muslim zum Alkoholgenuss: „Vivat Bacchus!“ Doch es wird nicht nur entführt in dieser Oper, sondern vor allem verführt: Dass „Zärtlichkeit und Schmeicheln“ ein besseres Mittel sind als „Martern aller Arten“, um die westliche Frau zu erobern, machen die selbstbewussten Damen den verdutzten Männern rasch klar.

 

Es ist kaum möglich, eine einzelne Nummer aus diesem kompositorischen Wunderwerk hervorzuheben; jede einzelne besitzt ihre eigene Schönheit und Sinnlichkeit. Joseph II. hatte die „Entführung“ für sein Nationalsingspiel in Auftrag gegeben, das einfache Stücke in deutscher Sprache auf die Bühne bringen sollte. Trotz der gesanglich immens anspruchsvollen Arien und Ensembles atmet die Oper eine unglaubliche Leichtigkeit. Mozart zeigt uns seelenvolle Menschen mit ihren Vorzügen und Schwächen, ohne über sie zu urteilen oder zu richten.

 

Das Regiekonzept für die „Entführung“ entworfen hat GMD Basil H. E. Coleman, szenisch umgesetzt wird es von Spielleiterin Margit Gilch. Ein wichtiges Anliegen ist dem Team dabei, „Schönheit auf die Bühne zu bringen“. Dafür sorgen die Bühne von Andrea Hölzl, die den Innenhof eines orientalischen Landhauses zeigt sowie die 50er Jahre-Kostüme von Iris Jedamski.

 

Musikalische Leitung Basil H. E. Coleman

Regiekonzept Basil H. E. Coleman

Regie Margit Gilch

Bühnenbild´Andrea Hölzl

Kostümbild Iris Jedamski

Choreographie Bernadette Leitner, Maximilian Widmann

 

Oscar Imhoff (Bassa Selim)

Maximilian Widmann (Junger Bassa Selim)

Bernadette Leitner (Saya)

Martha O'Hara (Konstanze)

Emily Fultz (Blondchen)

Albertus Engelbrecht (Belmonte)

Christos Kechris (Pedrillo)

Young Kwon (Osmin)

Jisang Ryu (Osmin)

Niederbayerische Philharmonie 2015/2016

 

PREMIEREN Passau 27.02.16 Landshut 18.03.16 Straubing 01.03.16

 

 

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