Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DIE ERZÄHLUNG DER MAGD ZERLINE - Erzählung aus dem Roman DIE SCHULDLOSEN von Hermann Broch - Theater UlmDIE ERZÄHLUNG DER MAGD ZERLINE - Erzählung aus dem Roman DIE SCHULDLOSEN von...DIE ERZÄHLUNG DER MAGD...

DIE ERZÄHLUNG DER MAGD ZERLINE - Erzählung aus dem Roman DIE SCHULDLOSEN von Hermann Broch - Theater Ulm

PREMIERE 12.11.2016, 19.30 Uhr, Podium. -----

Zerline erzählt von ihrer Liebe – Jahrzehnte ist es her und doch: in ihren Worten wird das Geschehen von damals wieder lebendig, plastisch, bedrängend, überwältigend, gegenwärtig. Für eine Dienstmagd ist die Liebe eine vertrackte Sache. Dazu bestimmt zu verblühen, ohne jemals eine eigene Familie gründen zu können, lebt man sein Leben im Dienst Anderer – das Herz aber und die Lust, sie schweigen nie.

 

Und so begehrt Zerline den Liebhaber ihrer Herrin, der Baronin, den feschen Herrn von Juna. Der sorgt für Aufruhr, nicht zuletzt als seine Lebensgefährtin unter mysteriösen Umständen stirbt. Zerline fühlt sich schuldig – war es ihre erotische Beziehung zu ihm, die den Herrn von Juna dazu brachte, seine Frau zu ermorden? Oder wurde er doch eher angestiftet von der Baronin, mit der er schließlich ein Bastardkind hat? Brennende Eifersucht stachelt Zerline zu intriganten Winkelzügen auf – aus der Lebensbeichte wird ein Krimi.

 

Der 1886 in Wien geborene Hermann Broch reflektiert in seinen Werken den Verlust von Sinnhaftigkeit und Werten in der Moderne. Seine Zerline ist eine ebenso sinnliche wie psychologisch fein ausdifferenzierte Figur, die unbeschreiblich schön und verlockend düster über ihr Verlangen zu erzählen vermag – eine unerwartete Versuchung mit Ulla Willick.

 

INSZENIERUNG Andreas von Studnitz

RAUM & KOSTÜME Mona Hapke

DRAMATURGIE Victor Witte

 

MIT

Ulla Willick (Zerline)

Andreas von Studnitz (A)

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑