Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DIE GLASMENAGERIE von Tennessee Williams im Luzerner TheaterDIE GLASMENAGERIE von Tennessee Williams im Luzerner TheaterDIE GLASMENAGERIE von...

DIE GLASMENAGERIE von Tennessee Williams im Luzerner Theater

EIN SPIEL DER ERINNERUNG

PREMIERE AM 19. OKTOBER 2006, 19.30 UHR

Amanda Wingfield und ihre beiden erwachsenen Kinder Laura und Tom leben in beengten Verhältnissen in einer Hinterhofwohnung. Seitdem ihr Mann durchgebrannt ist, versucht sie, ebenso verzweifelt wie tyrannisch die Familie zusammenzuhalten.

 

Durch ihre permanente finanzielle Notlage sieht sich Tom in die Rolle des Ernährers gedrängt. Er arbeitet als Hilfsarbeiter in einem Lagerhaus, obwohl er sich nach einem freien Leben als Schriftsteller sehnt. Laura leidet unter einem verkrüp¬pel¬ten Bein und lebt abgekapselt in einer Traumwelt, zerbrechlich wie die Glastierchen, die sie in ihrer Glasmenagerie sammelt. Amandas obsessive Sorge ist es, einen Verehrer zu finden, der Laura seelische und finanzielle Sicherheit geben würde. In diese Atmosphäre voller Enttäuschungen, Sehnsüchte, kleiner Fluchten und Abhängigkeiten gerät der «ganz normale Junge» Jim, an den sich alle Hoffnungen knüpfen und mit dem Laura ein besonderes Verhältnis verbindet.

 

Tennessee Williams verarbeitet in seinem Stück von 1942 Teile seiner biografischen Erfahrung. Er versteht es meisterhaft, die psychischen Befindlichkeiten seiner Figuren, die am Rande der ameri¬ka¬ni¬schen Gesellschaft leben, eindringlich fassbar zu machen. Inszeniert wird «Die Glasmenagerie» von dem für seine fulminanten Regiearbeiten an den renommiertesten deutschsprachigen Bühnen sowie bei den Salzburger Festspielen berühmten Jürgen Kruse. Auch in Luzern ist Jürgen Kruse bereits bekannt: 1987 eröffnete er mit «Der Tod eines Handlungsreisenden» die Direktionszeit von Horst Statkus.

 

PRODUKTIONSTEAM: Jürgen Kruse (Regie), Volker Hintermeier (Bühne), Caritas de Wit (Kostüme), David Hedinger (Licht), Caroline Weber (Dramaturgie)

MIT: Elisabeth Kopp (Amanda Wingfield, die Mutter), Annika Meier (Laura Wingfield, ihre Tochter), Henry Meyer (Tom Wingfield, ihr Sohn), Peter Waros (Jim O’Connor, der Besucher)

 

WEITERE VORSTELLUNGEN: 21.10. (19.30Uhr), 22.10. (20 Uhr), 26.10. (20 Uhr), 08.11., 11.11., 17.11., 19.11., 25.11., 01.12., 07.12., 09.12., 15.12.2006 (jeweils 19.30 Uhr)

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑