Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Die Grossherzogin von Gerolstein", Opéra bouffe von Jacques Offenbach im Staatstheater Kassel"Die Grossherzogin von Gerolstein", Opéra bouffe von Jacques Offenbach im..."Die Grossherzogin von...

"Die Grossherzogin von Gerolstein", Opéra bouffe von Jacques Offenbach im Staatstheater Kassel

Premiere: Samstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr, Opernhaus. -----

Die Geschichte ist grotesk. Ein Märchen. Aber mehr als das. Sie ist auch augenzwinkernde Parabel über jene Unzulänglichkeiten, die den Menschen sein ganzes Leben lang begleiten.

In ihrem Zentrum stehen Fritz, ein gemeiner Soldat, und die Großherzogin eines fiktiven Staatsgebildes, eine durch und durch distinguierte Dame, die aber zwei Schwächen hat: Sie liebt das Militär und junge, schneidige Männer. Männer wie Fritz. Und weil sie diesen Fritz besonders ins Herz geschlossen hat, ernennt sie ihn kurzerhand zum General. Was nicht gut gehen kann, und eben auch nicht gut geht.

 

Mit der Musik allerdings von Jacques Offenbach geht es hervorragend, und so kann man sagen, dass die 1867 im Jahr der Weltausstellung in Paris aus der Taufe gehobene Operette „La Grand-Duchesse de Gerolstein“ zu einem der raffiniertesten und charmantesten Werke des genialischen Spottvogels geriet. Über die zeitimmanenten Anspielungen hinaus versprüht diese Schöpfung einen Geist der Anarchie, der uns auch heute noch sehr gut zu Gesicht steht.

 

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann,

Inszenierung: Adriana Altaras,

Bühne und Kostüme: Yashi,

Choreografie: Rhys Martin,

Dramaturgie: Jürgen Otten,

Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

 

Mit Jaclyn Bermudez / Lin Lin Fan, Maren Engelhardt / Belinda Williams, Bassem Alkhouri / Tobias Hächler, Johannes An / Gideon Poppe, Daniel Holzhauser / Hansung Yoo | Bernhard Modes, Marc-Olivier Oetterli / Dieter Hönig, Abraham Singer,

 

Tänzern des Tanzensembles sowie Opernchor des Staatstheaters Kassel, Staatsorchester Kassel

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑