Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Die Lustige Witwe" von Franz Lehár im Tiroler Landestheater Innsbruck "Die Lustige Witwe" von Franz Lehár im Tiroler Landestheater Innsbruck "Die Lustige Witwe" von...

"Die Lustige Witwe" von Franz Lehár im Tiroler Landestheater Innsbruck

Premiere 17.12.2011, Großes Haus. -----

In Paris genießt man das Leben und amüsiert sich, während der kleine Staat Pontevedro von Geldnöten geplagt wird.

Für Baron Zeta scheint die Lösung für die finanzielle Misere auf der Hand zu liegen: Hanna Glawari, seit kurzem Witwe, jung, gutaussehend, charmant und noch dazu steinreich, soll an den Mann gebracht werden. Dabei übersieht er völlig, dass seine eigene Frau vor seinen Augen heftig mit dem jungen Rossillon flirtet. Französische Mitgiftjäger, die der Millionenwitwe zu Füßen liegen, gibt es in Paris genug, doch muss sie, um dem Staat das Geld zu retten, einen Landsmann heiraten. Da kommt der Lebemann Danilo gerade recht. Der arbeitsscheue Gesandtschaftssekretär, der früher Hannas Geliebter war, verbringt seine Zeit lieber in Pariser Nachtclubs bei den Grisetten als hinter seinem Schreibtisch. Aus adligen Familienrücksichten durfte er sie damals nicht heiraten, doch es zeigt sich, dass er noch immer Gefühle für Hanna hat. Die jedoch will nicht nur wegen ihres Geldes geliebt werden. Bis zum Bekenntnis „Lippen schweigen, ’s flüstern Geigen, hab’ dich lieb“ ist es ein Weg voller Umwege und Missverständnisse.

 

Die Zeit der großen Operetten von Strauß und Suppé schien bereits vorbei, als der fünfunddreißigjährige Franz Lehár mit der Lustigen Witwe den Nerv der damaligen Zeit traf. Die Uraufführung 1905 brachte dem Komponisten Weltruhm und den Ruf ein, Begründer der Ära der „silbernen Operette“ zu sein. Das Libretto von Victor Léon und Leo Stein, ursprünglich für Heuberger bestimmt, legte den Grundstein für Lehárs erfolgreichste Operette. Die Musik, die er dazu komponierte, changiert in vielen Farben und fängt die Atmosphäre der einzelnen Szenen treffend ein. Die unerschöpflichen Melodien, darunter das „Vilja-Lied“, der „Weibermarsch“ und die Arie „Ich bin eine anständ’ge Frau“ gehören zu den bekanntesten Nummern der Operettenliteratur und machten Die Lustige Witwe zu einer der weltweit am meisten gespielten Operetten.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑