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„Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart in Münchens Kleinstem Opernhaus

Premiere: 27.06.2019, 19h30 in der Wagenhalle der Pasinger Fabrik

Das Geschehen spielt in Süditalien, wo ein berühmter deutscher Künstler unter dem Pseudonym Bassa Selim zusammen mit seinen Anhängern auf einem sizilianischen Landgut lebt. Gemeinsam mit seinen Getreuen – und vor allem mit seiner Lieblingsschülerin Konstanze – führt der Bassa dort ein Leben, in welchem sich Liebe und Kunst auf vollkommene Weise zu vereinen scheinen. Als Konstanze jedoch große Zweifel an ihrem Dasein in der Künstlerkolonie überkommen, und zeitgleich ihr Mann Belmonte auftaucht, gerät das bisher harmonische Leben auf dem Landgut gewaltig ins Wanken...

 

 

Copyright: Lukas Pokorny

Im Jahr 1781 wurde Wolfgang Amadeus Mozart von Kaiser Joseph II. beauftragt eine Oper für das Nationalsingspiel zu schreiben. Ursprünglich hatte der Fünfundzwanzigjährige bereits an einem deutschen Singspiel mit dem damals beliebten türkischen Sujet „Zaïde“ begonnen. Er änderte seine Pläne jedoch, als er im Frühjahr 1781 während eines Aufenthaltes in Wien dem Librettisten Johann Gottlieb Stephanie begegnete, der Mozart sein Libretto „Belmont und Constanze oder Die Entführung aus dem Serail“ anbot. Beide Künstler trafen dabei den vorherrschenden Zeitgeist, denn gerade im 18. Jahrhundert feierten der Orientalismus und gleichzeitig auch die sogenannte Chinoiserie an den europäischen Höfen ihren Siegeszug: Adelige und Herrscher ließen osmanisch oder chinesisch anmutende Palais in ihre Gärten bauen und entsprechende Räume in ihren Palästen einrichten. So ließ beispielsweise Kurfürst Karl Theodor, der seit 1777 in München residierte, in seinem Schwetzinger Schlossgarten eine beachtliche Moschee bauen, die unter anderem als Symbol für die Weisheit des Islam stehen sollte . Darüber hinaus wurden in der darstellenden Kunst und in der Musik allgemein gerne türkische Elemente verwendet.

Trotz diverser Intrigen gegen Mozart und seine neue Komposition, feierte man im Sommer des Jahres 1782 in Wien die Premiere von „Die Entführung aus dem Serail“. Das Wiener Singspiel, das bis dahin eher von Liebhabern und begabten Leien gepflegt wurde, erhielt mit Mozarts sogenannter Türkenoper entsprechend Verve und einen neuen, professionelleren Schliff.

Noch zu Mozarts Lebzeiten wurde die „Entführung“ in vielen verschiedenen europäischen Ländern gespielt und entsprechend auch übersetzt. Etliche Wandertheater nahmen sie in ihr Repertoire auf, so dass unzählige Bearbeitungen sowie Anpassungen entstanden und in Umlauf kamen. Dazu reiht sich nun auch die Bearbeitung für Münchens Kleinstes Opernhaus im Jahr 2019 ein. Einmal mehr wird auf der Pasinger Bühne eine der genialen Mozart-Opern gespielt, nach dem auf dieser bereits „Così fan tutte“, „Die Hochzeit des Figaro“ und „Don Giovanni“ präsentiert wurden.
Für die Inszenierung konnte in diesem Jahr Stefan Kastner gewonnen werden, der den Gästen der Pasinger Fabrik als Opernsänger wohl bekannt ist. Darüber hinaus hat sich Kastner aber auch als Autor und Theaterregisseur überregional einen Namen gemacht.

Die zwei jungen Münchnerinnen Valerie Dziki (Bühne) und Elisabeth Anna Pletzer (Kostüm) werden in dieser Produktion für die Ausstattung zuständig sein. Der musikalische Leiter Andreas P. Heinzmann arrangiert zudem wieder in dem bewährten Duo gemeinsam mit dem Flötisten Jörg-Oliver Werner für das 10-köpfige Orchester von Münchens Kleinstem Opernhaus.

„Die Entführung aus dem Serail“ wird am 27. Juni 2019 in der Wagenhalle der Pasinger Fabrik Premiere feiern und dort bis 18. August 2019 zu sehen sein. Vom 18. bis 23. Juli 2019 gastiert Münchens Kleinstes Opernhaus traditionellerweise mit sechs Vorstellungen im Innenhof von Schloss Blutenburg. Durch die hervorragende Akustik in der mittelalterlichen Residenz kann auch unter freiem Himmel auf eine elektrische Verstärkung der Musik verzichtet werden.

Regie und Dialogfassung: Stefan Kastner
Musikalische Leitung: Andreas P. Heinzmann
Dramaturgie: Marie Thiele
Bühnenbild: Valerie Dziki
Kostüm: Elisabeth Anna Pletzer
Arrangement: Jörg-Oliver Werner & Andreas P. Heinzmann
Konstanze: Julia Bachmann, Yvonne Steiner, Yvonne Prentki
Blonde: Andrea Jörg, Dafne Boms, Yvonne Prentki
Belmonte: Joan Ribalta, Thomas Kiechle
Pedrillo: Michael Etzel, Joshua Spink
Osmin: Bernd Gebhardt, Marcus Weishaar
Bassa Selim: Rainer Haustein, Ulrich Zentner
Camille: Isabel Kott, Birgit Werner
ES SPIELT DAS 10-KÖPFIGE ORCHESTER VON MÜNCHENS KLEINSTEM OPERNHAUS.

Pasinger Fabrik – Kultur- und Bürgerzentrum der LH München
Ansprechpartnerinnen: Katalin-Maria Tankó / Carina Böhm

➢ TERMINE
Premiere am 27. Juni 2019 – Vorstellungen bis 18. August 2019
Vorstellungstermine im Überblick:
28., 29., 30. Juni 2019
04., 05., 06., 07., 11., 12., 13., 14., 26., 27., 28., 31. Juli 2019
01., 02., 03., 04., 07., 08., 09., 10., 11., 14., 15., 16., 17., 18. August 2019
Kartenpreis 28€ bis 38€; Studenten: 12€ bis 18€; Kinder- & Jugendliche bis 16 Jahren 10€; Rentner: 24€ bis 34€
Werkseinführungen jeden Sonntag außer Blutenburg
mit Andreas P. Heinzmann und/oder Stefan Kastner
Beginn 18.00 Uhr – Eintritt mit Opernkarte frei

Aufführungen in Schloss Blutenburg: 18.07.-23.07.2019:
➢ OPE(R)N AIR AUF SCHLOSS BLUTENBURG
18., 19., 20., 21., 22., 23. Juli 2019
Beginn jeweils 20.00 Uhr – Kartenpreis 30€ bis 40€
bei schlechtem Wetter in der Wagenhalle der Pasinger Fabrik

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