Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Die Nibelungen" - Ein deutsches Trauerspiel von Friedrich Hebbel - Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin"Die Nibelungen" - Ein deutsches Trauerspiel von Friedrich Hebbel -..."Die Nibelungen" - Ein...

"Die Nibelungen" - Ein deutsches Trauerspiel von Friedrich Hebbel - Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Premiere am Freitag, den 2. Februar 2018 um 19.30 Uhr im Großen Haus

Die Geschichte um Drachentöter Siegfried sowie Verrat und Treue der Nibelungen existiert in vielen Versionen,

vom mittelalterlichen „Nibelungenlied“ über nordische Sagen bis zur einflussreichen Bearbeitung durch Richard

Wagner. Immer wieder wurde versucht, den Stoff für nationalistische Zwecke zu missbrauchen, wie die oft

beschworene „Nibelungentreue“ – bedingungslose Treue bis in den Tod – durch die Nationalsozialisten. Friedrich

Hebbel machte aus dem Mythos eine packende Tragödie für die Bühne über Liebe, Lügen und das

Auseinanderbrechen einer Familie.

 

In dem Klassiker wird in drei Abteilungen der Untergang der Burgunder von der Höhe ihrer Macht bis zum (un)vermeidbaren Ende in Etzels Halle erzählt. Burgunderkönig Gunther begehrt die unbesiegbare Brunhild, Königin von Isenland. Als Drachentöter Siegfried erscheint, mit seinen Heldentaten prahlt und sich in Gunthers Schwester Kriemhild verliebt, verspricht Gunther ihm diese zur Frau, sollte er ihm im Gegenzug Brunhild verschaffen. Die Männer reisen nach Isenland, wo es Siegfried tatsächlich gelingt, Brunhild zu bezwingen und sie glauben zu machen, es sei Gunther gewesen.

Sie muss dem König als seine Braut an den Hof folgen, wo sie von Siegfried noch einmal getäuscht wird, um ihren Widerstand im Ehebett zu brechen. Als Kriemhild den Betrug erkennt, deckt sie ihn auf – mit verheerenden Konsequenzen: Brunhild fordert Siegfrieds Tod. Der Mord an Siegfried vereint die Nibelungen für immer im Verbrechen und Kriemhild sinnt nach Rache.

Jan Gehler, der zu den erfolgreichsten Regisseuren seiner Generation gehört, spürt den Motivationen der Figuren nach, die mit besten Absichten auf den Abgrund zusteuern. Am Staatsschauspiel Dresden inszenierte er die Uraufführung von „Tschick“, mit der er zu zahlreichen Festivals eingeladen und für den renommiertenTheaterpreis „Der Faust“ nominiert wurde. Weitere Arbeiten führten ihn u. a. ans Volkstheater München, Maxim Gorki Theater Berlin, Thalia Theater Hamburg, Düsseldorfer Schauspielhaus und Schauspiel Stuttgart. „Die Nibelungen“ ist seine erste Arbeit für das Mecklenburgische Staatstheater.

  • Inszenierung: Jan Gehler,
  • Bühnenbild: Sabrina Rox
  • Kostüme: Judith Stryczek,
  • Dramaturgie: Jenny Flügge


Mit: Andreas Anke, Jochen Fahr, Flavius Hölzemann, Julia Keiling, Janis Kuhnt, Özgür Platte, Sebastian Reck, Antje Trautmann

Weitere Vorstellungen: 04.02. um 18.00 Uhr, 10.02. um 19.30 Uhr, 01.03. um 19.30 Uhr, 21.03. um 19.30 Uhr, 06.04. um 19.30 Uhr, 27.04. um 19.30 Uhr, 13.05. um 15.00 Uhr, 23.05.2018 um 19.30 Uhr im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters

Kartentelefon: 0385 53 00-123; kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de

Bild: Friedrich Hebbel

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritikenund theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑