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»Die schöne Helena« von Jacques Offenbach an der Komischen Oper Berlin

Premiere: Samstag, 11. Oktober 2014, 19 Uhr. -----

In Die schöne Helena persifliert Offenbach gekonnt den antiken Stoff rund um die spartanische Königin Helena im Vorfeld ihrer Entführung nach Troja. Helena, die schönste Frau der Welt, langweilt sich bei ihrem betagten Gatten Menelaos.

Plötzlich betritt ein rätselhafter und attraktiver Hirte die Szene, der ordentlich Leben in die schnöde Gesellschaft bringt. Was bleibt Helena als treuer Dienerin der Venus anderes übrig, als sich lustvoll ihrem Schicksal zu ergeben? … Offenbachs musikalisch-komödiantische Fassung der Vorgeschichte zum Trojanischen Krieg strotzt vor frivoler Sinnlichkeit und hintersinnigem Witz. Die schöne Helena (1864) war nach drei Antikenparodien, darunter Orpheus in der Unterwelt (1858), Offenbachs erstes Werk für eine starke, selbstbestimmte weibliche Hauptrolle.

 

Barrie Kosky erarbeitet an der Komischen Oper Berlin seine Lesart des Operetten-Klassikers – und schöpft dabei aus dem Vollen. Für ihn ist Die schöne Helena einfach »das Mutterschiff aller Operetten, nicht Champagner, sondern ein Cocktail mit reichlichgiftgrünem Absinth – rasend, schnell, mit einem exakten Timing bis an den Rand der Hysterie. Tempo ist alles in diesem musikalisch-satirischen Meisterwerk, das den Sound der industriellen Revolution atmet. Da muss das Ensemble schonmal auf die Ballett-Spitze steigen und auf Rollschuhen zeigen, was es so draufhat …«.

 

Die schöne Helena ist ein Meisterwerk des Genres. Die Uraufführung am 17. Dezember 1864 – vor fast genau 150 Jahren – in Paris sorgte unter anderem wegen viel nackter Haut auf der Bühne und der Kritik an der Institution der bürgerlichen Ehe für Furore. Die Antiken-Travestie überzeugt durch die mitreißende Komik der abgedrehten Handlung und eine meisterhafte Vielfalt von musikalischen Stilen.

 

Musikalische Leitung

Henrik Nánási, Kristiina Poska

Inszenierung

Barrie Kosky

Choreographie

Otto Pichler

Bühnenbild

Rufus Didwiszus

Kostüme

Buki Shiff

Dramaturgie

Johanna Wall

Chöre

David Cavelius

Licht

Diego Leetz

 

Besetzung

Helena

Nicole Chevalier, Cornelia Zink

Paris

Tansel Akzeybek, Michael Pflumm

Menelaus

Peter Renz

Orest

Theresa Kronthaler

Kalchas

Stefan Sevenich

Agamemnon

Dominik Köninger

Ajax I

Tom Erik Lie

Ajax II

Philipp Meierhöfer

Achilles

Uwe Schönbeck

 

 

 

 

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