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"Die vier Jahreszeiten", Ballett von Regina van Berkel, Young Soon Hue und Ricardo Fernando im Theater Hagen

Premiere am 22. Oktober 2016, 19.30 Uhr, Großes Haus. -----

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – Antonio Vivaldi ist vor 291 Jahren mit Die vier Jahreszeiten eine Komposition gelungen, deren Qualität, Erfindungsreichtum und Popularität bis heute ungebrochen ist.

Die vier Violinkonzerte – eine grandiose Tonmalerei, die Naturphänomene wie Hitze, Gewitter, Sturm und Regen nachzeichnet– werden zum ersten Mal auf der Hagener Bühne vertanzt.

Und das gleich als ganz besonderes Projekt, sind es doch zwei Choreographinnen und ein Choreograph, die sich mit jeweils einer Jahreszeit beschäftigen, um dann gemeinsam die vierte Jahreszeit zu choreographieren – sicher ein ausgesprochen spannender Prozess.

Eben so spannend werden drei, zwischen den Jahreszeiten eingeschobene zeitgenössische Musikstücke von John Adams und John Luther Adams sein, die musikalisch das 18. und das 21. Jahrhundert zusammenführen, live gespielt vom philharmonischen orchesterhagen!

 

Das wohl bekannteste Werk des italienischen Komponisten Antonio Vivaldi (1678 -1741) wird heute viel zu oft z.B. in der Werbung oder in Filmen ausschnittweise eingesetzt, dabei ist die Komposition der vier Violinkonzerte als Ganzes eine grandiose Tonmalerei, die Naturphänomene wie Gewitter, Sturm und Regenmusikalisch nachzeichnet. Man ahnt den Frühling (La Primavera) mit Vogelgezwitscher und plätschernden Quellen, man spürt die lähmende Hitze des Sommers (L‘Estate) und das drohende Unwetter, man feiert Erntedank mit viel Alkohol im Herbst (L‘Autumno) und sitzt im Winter (L‘Inverno) wegen der Eiseskälte am Kamin oder freut sich am Schlittschuhlaufen.

 

Nun beschäftigen sich Regina van Berkel, Young Soon Hue und Ricardo Fernando nach einer Idee des Hagener Ballettchefs aus ihrer Sicht mit den einzelnen Jahreszeiten und werden sie mit zeitgenössischem Tanz neu entdecken.

 

Regina van Berkel ist zum ersten Mal am theaterhagen zu Gast. Sie wurde in Den Haag geboren und absolvierte ihre Tanzausbildung am Nederlands Dans Theater. Als Tänzerin war sie in mehreren niederländischen Compagnien engagiert, bevor sie 1993-2000 Solotänzerin des Balletts Frankfurt unter William Forsythe wurde. Seit 1998 ist sie – auch international – als Choreographin tätig.

 

Young Soon Hue ist in Hagen keine Unbekannte mehr. Seit ihrer Choreographie Glashaus im Ballettabend Three Faces in der Spielzeit 2008/2009 hat sie mit mehreren Arbeiten das Hagener Ballettpublikum begeistert. Die vielbeschäftigte Koreanerin arbeitet u.a. mit dem Tulsa Ballet, dem Nationalballett von Korea, dem türkischen Nationalballett in Ankara und mit dem Aalto Ballett Theater Essen.

 

Ballettchef Ricardo Fernando wird, wie die beiden Choreographinnen, eine Jahreszeit erarbeiten, und mit der vierten Jahreszeit setzen sich alle drei Künstler gemeinsam auseinander.

 

Der Abend beginnt musikalisch mit Wood Thrush, einem Stück des 1953 geborenen amerikanischen Komponisten John Luther Adams aus dem Album Songbirdsongs, dessen Musik als von den Landschaften Alaskas geprägt gilt. Seine Kompositionen leben von der musikalischen Übersetzung von Naturphänomenen, Liedern der Vögel und elementaren Geräuschen. Zwischen Vivaldis Frühling und Sommer wird Mourning Dove die Brücke bilden und zwischen Sommer und Herbst sein Stück August Voices. Der erste Satz des 1978 von dem amerikanischen Komponisten John Adams, einem der bekanntesten Vertreter der sogenannten Minimal Music, veröffentlichte Werk Shaker Loops verbindet sodann den Herbst und den Winter.

 

Musik von Antonio Vivaldi, John Adams und John Luther Adams

 

Choreographie Regina Van Berkel, Young Soon Hue, Ricardo Fernando

Musikalische Leitung Ana-Maria Dafova

Bühne Dietmar Janeck

Licht Dietmar Janeck

Kostüme Regina Van Berkel

Dramaturgie Maria Hilchenbach

Choreographische Assistenz Carla Silva

Inspizienz Bettina Grüger

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