Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„Die Weisse Rose“ von Lillian Groag im Landratsamt Altenburg „Die Weisse Rose“ von Lillian Groag im Landratsamt Altenburg „Die Weisse Rose“ von...

„Die Weisse Rose“ von Lillian Groag im Landratsamt Altenburg

Premiere: Landratsamt Altenburg 21. Mai 2009 18.00 Uhr

Schauspielensemble von Theater&Philharmonie Thüringen zeigt Stück über die Widerstandsgruppe

 

Am 18. Februar 1943 wurden Sophie und Hans Scholl beim Verteilen von Flugblättern in der Münchner Universität überrascht und verhaftet.

Nach drei Tagen Verhör durch die Gestapo verurteilte der gefürchtetste Richter des Dritten Reiches, Roland Freisler, die Geschwister Scholl und Christoph Probst am 22. Februar 1943 zum Tode. Das Urteil wurde noch am selben Tag vollstreckt.

 

Das Stück beschreibt die letzten Tage der Geschwister Scholl und ihrer Freunde. Sie sind im Untergrund aktiv, greifen das Hitler-Regime an und stellen es in Frage. Durch einen Denunzianten werden sie des Landesverrats verdächtigt und zu Verhören befohlen. Zunächst kann man ihnen nichts nachweisen. Durch Absprache untereinander und rhetorisches Geschick gelingt es ihnen, die Polizei zeitweise auf eine falsche Fährte zu locken. Doch dann findet das Versteckspiel ein Ende. Die Beweise sind stichhaltig genug, um die beiden zum Tode zu verurteilen.

 

Das Schauspiel hält sich streng an die historischen Ereignisse und versucht auf einfache Weise, die Konflikte zwischen den Geschwistern Scholl und den Nazi-Schergen für eine Generation nachvollziehbar zu machen, die die komplexen Zusammenhänge nur erahnen kann. Ein spannendes Stück, das nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch emotional bewegt.

 

Die Inszenierung wird allein schon durch den Aufführungsort zu einem außergewöhnlichen Ereignis: Regisseur Uwe-Dag Berlin und Ausstatter Andreas Auerbach haben sich dafür entschieden, „Die Weiße Rose“ im Ambiente des Altenburger Landratsamtes spielen zu lassen. Durch den historischen Lichthof, wie auch die imposante Atmosphäre des Landschaftssaals wirkt die Inszenierung in vielen Momenten nahezu dokumentarisch und erlaubt einen intensiven, klaren Blick auf die Geschichte der Widerstandgruppe „Die Weiße Rose“. Es wird nur sechs Vorstellungen geben. Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, Restkarten an der Abendkasse im Landratsamt.

 

Weitere Vorstellungen: 22., 23., 26., 27. und 28. Mai 2009

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑