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Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“, Theater&Philharmonie Thüringen

Premiere 8. Februar 2013 um 19.30 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera. -----

Katerina Ismailowa ist unglücklich: Der Ehemann Sinowij ist ihr zuwider, Kinder hat sie keine, und der Haushalt ödet sie an. Ihr Schwiegervater Boris ist lüstern und eifersüchtig zugleich. Sie weist ihn ab und beklagt, dass es Zärtlichkeit zwar bei den Tieren gebe, nicht aber in ihrem Leben.

Als der Arbeiter Sergej in ihr Schlafzimmer eindringt, erliegt sie dessen Verführung. Eine verhängnisvolle Geschichte nimmt ihren Lauf …

 

Dmitri Schostakowitschs (1906-1975) zweite Oper ist von ungeheurer dramatischer Spannung und suggestiver Kraft. Dazu trägt auch der krasse Realismus des Librettos nach Nikolai Leskows Erzählung bei. Katerina Ismailowa ist das Sinnbild der geschundenen Frau. Schostakowitsch äußerte sich so: „Ungeachtet dessen, dass Katerina Ismailowa zur Mörderin ihres Mannes und ihres Schwiegervaters wird, sympathisiere ich doch mit ihr. Ich versuchte, dem ganzen Milieu, das sie umgibt, einen makaberen, satirischen Charakter zu geben. Das Wort 'satirisch' verstehe ich durchaus nicht im Sinne von Lächerlichkeit, Spöttelei. Im Gegenteil: In der „Lady Macbeth“ versuchte ich eine Satire zu schreiben, die die Satire desavouiert, die der schrecklichen Willkür und dem Hohn des Krämerdaseins die Maske herunterreißt und einen dazu bringt, es zu hassen.“

 

Die Uraufführung 1934 im Maly-Theater in Leningrad war ein Erfolg. Erst ein in der Prawda vom 26. Januar 1936 veröffentlichter anonymer Artikel mit heftigen Angriffen auf Schostakowitsch zwang den Komponisten, das Werk in der Sowjetunion zurückzuziehen und zu überarbeiten. In einer entschärften Fassung kam es als „Katerina Ismailowa“ heraus.

 

Im Ausland fand „Lady Macbeth von Mzensk“ schnell Verbreitung und gilt als ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts. Fast vierzig Jahre nachdem man „Katerina Ismailowa“ an den Bühnen der Stadt Gera erleben konnte, kommt hier jetzt erstmals die Originalversion auf die Bühne.

 

Oper in vier Akten, Libretto von Arkadi Preis und Dmitri Schostakowitsch

nach Nikolai Leskows gleichnamiger Erzählung, Musik von Dmitri Schostakowitsch,

Deutsche Übersetzung von Jörg Morgener und Siegfried Schoenbohm

 

Peter Aderhold * (Musikalische Leitung)

Kay Kuntze (Inszenierung)

Duncan Hayler * (Bühne, Kostüme)

Ueli Häsler (Choreinstudierung)

Felix Eckerle (Dramaturgie)

 

Johannes Beck (Boris Timofejewitsch Ismailow)

Erik Slik (Sinowi Borissowitsch Ismailow)

Valerie Suty * (Katerina Lwowna Ismailowa)

Bernardo Kim (Sergej)

Katie Bolding (Axinja)

Alexander Voigt (Der Schäbige)

Kai Wefer (Verwalter / Polizeichef / Wächter)

Kai-Uwe Fahnert * (Hausknecht / Polizist / alter Zwangsarbeiter)

André Eckert * (Pope)

Paula Rummel (Zwangsarbeiterin)

Chrysanthi Spitadi, Frauke Willimczik * (Sonjetka)

Roman Koshmanov (1. Vorarbeiter)

Petar Proytchev (2. Vorarbeiter)

Andreas Veit (3. Vorarbeiter)

Heiko Retzlaff (Mühlenarbeiter)

Konrad Zorn (Betrunkener Gast)

Philharmonisches Orchester Altenburg-Gera , Opernchor

 

* Gast

 

 

 

 

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