Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„Don Sanche oder Das Schloss der Liebe” – ein musikalischer Leckerbissen im Rahmen der Schlossfestspiele Sondershausen„Don Sanche oder Das Schloss der Liebe” – ein musikalischer Leckerbissen im...„Don Sanche oder Das...

„Don Sanche oder Das Schloss der Liebe” – ein musikalischer Leckerbissen im Rahmen der Schlossfestspiele Sondershausen

Zum ersten Mal gibt es in diesem Sommer zwei Premieren bei den Thüringer Schlossfestspielen Sondershausen. Bereits ab Mittwoch, 8. Juni 2011, wird im Achteckhaus im Schloss Sondershausen die Oper „Don Sanche oder Das Schloss der Liebe“ aufgeführt.

 

Die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH bietet diesen musikalischen Höhepunkt im Liszt-Jahr als konzertante Aufführung. Ein einmaliges Erlebnis mit zauberhafter Musik, die Franz Liszt im jugendlichen Alter von nur 13 Jahren komponierte. Im heutigen Burgenland geboren, war Liszt von klein auf der Musik verbunden. Mit sieben Jahren brachte er sich selbst das Notenschreiben bei und erlernte bei seinem strengen Vater das Klavierspiel.

 

Die konzertante Aufführung von „Don Sanche“ bringt ein Wiedersehen mit beliebten Sängern: der Sopranistin Sabine Mucke (ehem. Blanchard) als Prinzessin Elzire und dem Tenor Hugo Mallet (Don Sanche), die schon oft in Opern zusammen zu erleben waren, wie beispielsweise jüngst in „Der Bajazzo“ (Foto). Der verliebte Don Sanche, verschmäht von Prinzessin Elzire, bittet des Nachts vergeblich um Einlass in das Schloss, das der Zauberer Alidor der Liebe gewidmet hat. Hierher darf man nur als glückliches Paar. Doch der Zauberer hilft Don Sanche. Er setzt Prinzessin Elzire verschiedenen Widrigkeiten aus, so dass sich Sanche als Held erweisen kann. Nachdem er bereit war, sein Leben für Elzire zu opfern, gewinnt er ihr Herz und an ihrer Seite Eintritt ins Schloss der Liebe.

 

„Don Sanche oder Das Schloss der Liebe“ ist die einzige Oper, die Franz Liszt in seinem Leben schuf. Nach der gefeierten Uraufführung 1825 und wenigen weiteren Vorstellungen blieben die bis heute nie von einem Verlag veröffentlichten Noten lange verschollen. Die Aufführung ist daher eine musikalische Rarität. Sie ist ein Beitrag der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH zum 200. Geburtstag Franz Liszts, der im Freistaat mit dem Themenjahr „Franz Liszt. Ein Europäer in Thüringen“ begangen wird.

 

Im wunderschönen Ambiente des Achteckhauses wird die Oper in französischer Originalsprache aufgeführt. Durch die Handlung führt Schauspielerin Uta Haase. Die konzertante Aufführung unter der musikalischen Leitung von Markus L. Frank ist dreimal zu sehen. Premiere wird am 8. Juni 2011 im Achteckhaus in Sondershausen gefeiert. Die nächste Vorstellung ist am 11. Juni und eine weitere ist am 18. Juni 2011 jeweils um 19.30 Uhr. Am 23. Juni 2011 werden die Solisten, das Loh-Orchester und der Opernchor mit „Don Sanche“ dann im Congress Centrum Neue Weimarhalle zu hören sein.

 

Im Rahmen der Schlossfestspiele gibt es ein besonderes Angebot: Wer eine Karte für die Oper „Der Barbier von Sevilla“ im Schlosshof kauft, kann eine Karte für „Don Sanche oder Das Schloss der Liebe“ im Achteckhaus zum halben Preis erhalten! Diese Schlossfestspiele-Kombi ist eine besonders günstige Gelegenheit für alle Opernfreunde. Es gibt sie an der Theaterkasse in Nordhausen (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Info (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an den Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

 

Die Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen bietet noch einen besonderen Service: am 8., 11. und 18. Juni 2011 fährt jeweils um 18.30 Uhr ein Bus von Nordhausen ab Käthe-Kollwitz-Str. (gegenüber dem Theater) nach Sondershausen und nach der Vorstellung zurück.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑