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"Drei Schwestern" von Anton Tschechow im Hans Otto Theater 14467 Potsdam "Drei Schwestern" von Anton Tschechow im Hans Otto Theater 14467 Potsdam "Drei Schwestern" von...

"Drei Schwestern" von Anton Tschechow im Hans Otto Theater 14467 Potsdam

Premiere 8. April 2016 19:30, Neues Theater. -----

Sie sitzen in der Provinz und feiern Geburtstag: die drei Schwestern. Ein fröhlicher Tag ist das nicht, denn heute vor fünf Jahren starb ihr Vater, Chef der hiesigen Garnison. Moskau ist weit, die Jugend- und Kinderjahre in der golden leuchtenden Hauptstadt sind zu schimmernden Schemen verblaßt.

 

Geblieben ist der Traum vom Leben, das Ort, Sinn und Zukunft hat, alles, was einem zusteht; einem Leben, das lohnt. Geblieben ist auch das Militär im Städtchen, mit seinen Typen, Karrieren und Ritualen gleichsam eine verkleinerte Kopie des Lebens da draußen, geordneter und verläßlicher – eine Zuflucht, Quelle von Bewegung und Stillstand, Fixstern und Fessel zugleich. Zwischen Gehen und Bleiben richten die Schwestern sich ein, mitsamt ihrem Bruder, dem altgewordenen Wunderkind der Familie, das seine Glücksräusche längst im Roulettespiel findet.

 

Sie improvisieren ihren flüchtigen Aufenthalt im Hier und Jetzt, so gut es eben geht: in Ehe und Seitensprung, in Arbeit und Geselligkeit, in kleinen Aufbrüchen und großen Depressionen. Als ein Feuer das Viertel verheert, geht ein Ruck durch die Familie: Plötzlich hat jeder Handschlag einen Sinn, wird das Dasein konkret. Beginnt so das Glück: mit Schrecken?

 

Tschechow schrieb 1900, an der Wende zum 20. Jahrhundert, mit seinen »Drei Schwestern« eine sublime Komödie, voller skurriler Momente, voller Menschlichkeit und Wärme. Er schrieb unvergeßliche Figuren, komisch verstrickte und aufrichtig ringende Menschen, die den historischen Augenblick spüren und ihn ergreifen möchten – Weltliteratur und ein Fest für Schauspieler und Zuschauer.

 

Aus dem Russischen von Ulrike Zemme

 

Regie

Tobias Wellemeyer

Bühne

Harald Thor

Kostüme

Tanja Hofmann

Musik

Marc Eisenschink

Dramaturgie

Christopher Hanf

 

Besetzung

Andrej Sergejewitsch Prosorow

René Schwittay

Natalja Iwanowna, seine Braut, später seine Frau

Larissa Aimée Breidbach

Olga, seine Schwester

Melanie Straub

Mascha, seine Schwester

Marianna Linden

Irina, seine Schwester

Nina Gummich

Fjodor Iljitsch Kulygin, Lehrer am Gymnasium, Maschas Mann

Jon-Kaare Koppe

Alexander Ignatjewitsch Werschinin, Oberstleutnant, Batteriechef

Wolfgang Vogler

Nikolaj Lwowitsch Tusenbach, Baron, Leutnant

Friedemann Eckert

Wassilij Wassiljewitsch Soljonyi, Stabskapitän

Florian Schmidtke

Iwan Romanowitsch Tschibutykin, Militärarzt

Christoph Hohmann

Alexej Petrowitsch Fedotik, Unterleutnant

Raphael Rubino

Ferapont, Wächter und Diener, ein alter Mann

Roland Kuchenbuch

Anfissa, Kinderfrau

Sabine Scholze

 

 

April 2016

Samstag 16.

Sonntag 17.

 

Mai 2016

Mittwoch 4.

Samstag 14.

 

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