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Edward Albee, "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" im Oldenburgischen Staatstheater

Premiere 14. September um 20 Uhr im Kleinen Haus. -----

Der Abend ist bereits weit fortgeschritten, als Nick und ›Süße‹, ein junges Paar, das neu in die Stadt gezogen ist, nach einer Party noch auf einen Drink bei Martha und George vorbeischauen.

Dass sie das besser hätten bleiben lassen sollen, wird ihnen klar, als sich die Gastgeber, beide schon ziemlich betrunken, vor ihren Augen in immer brutalere Wortgefechte stürzen und sogar handgreiflich werden. Zunächst erträgt man noch die Peinlichkeit des in der Öffentlichkeit ausgetragenen Beziehungskampfes. Schließlich erhofft Nick sich von dem Besuch auch bessere Karriereaussichten als Neuling an dem kleinen College, dessen Rektor Marthas Vater ist. Als der einmal zu oft gedemütigte George allerdings das neue Spiel ›Gib's dem Gast‹ einläutet und die Kampfzone auf Nick und ›Süße‹ ausweitet, läuft der Abend endgültig aus dem Ruder. Zwischen literweise fließendem Alkohol, kotzenden Menschen und Mord-, sowie Ehebruchversuchen zerplatzen nach und nach die Lebenslügen – und schmerzhafte Wahrheiten drängen an das Licht des anbrechenden Tages.

 

Edward Albee wurde mit seinem 1962 erschienenen Stück quasi über Nacht zum erfolgreichen Broadwayautor und gilt mittlerweile als moderner Klassiker. Bezug nehmend auf den von ihm betriebenen ›Lügen-Exorzismus‹, in dessen Verlauf Martha und George sich gegenseitig ihr Versagen und ihr Mittelmaß vor Augen halten, sagte er einmal über den Titel seines Dramas: »Es hätte auch ›Wer hat Angst vor einem Leben ohne Illusionen?‹ heißen können.«

 

In Szene setzt Wer hat Angst vor Virgina Woolf? Regisseurin Bernarda Horres, die sich nach Arbeiten unter anderem in Würzburg, Hannover, Dresden, Leipzig und Heidelberg dem Oldenburger Publikum vorstellen wird.

 

Deutsch von Alissa und Martin Walser

 

Inszenierung: Bernarda Horres;

Ausstattung: Anja Jungheinrich

Dramaturgie: Catharina Hartmann

 

Mit: Caroline Nagel, Hanna Franck; Thomas Birklein, Sebastian Hermann

 

Weitere Vorstellungen: Fr 20., Fr 27. September; Mi 16., Do 24. Oktober

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