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"Eine Stille für Frau Schirakesch" von Theresia Walser am Theater für Niedersachsen

Premiere am Samstag, 8. März 2014 , um 19.30 Uhr, Stadttheater Hildesheim im Großen Haus. -----

In 77 Minuten wird Frau Schirakesch auf dem Marktplatz von Tschundakar gesteinigt. Zeitgleich beginnt im deutschen Fernsehen eine Talkshow, die der grausamen Tat still gedenken will. Eingeladen hat die Moderatorin Hilda Ludowsky dazu die junge, stark traumatisierte Soldatin Rose sowie ihren Vater Herrn Fahnenberg.

Daneben sitzen die Schönheitsköniginnen Ruth und Heidrun, die mit einer Bikiniparade in Tschundakar für Zündstoff sorgten, und Herr Gert, ein General, der auf dem Markt von Tschundakar immerhin ein Dixie-Klo aufbauen ließ, um den Frauen dort das Leben zu erleichtern. Noch bevor die Sendung losgeht, geraten die Gäste aneinander, und von Stille kann bald keine Rede mehr sein.

 

Kraftvoll, bissig und voller Wahrheit entlarvt Theresia Walser in ihrem 2011 uraufgeführten Stück gängige Medienmechanismen. Eine Stille für Frau Schirakesch ist ein „virtuoser Rundumschlag gegen die ganze Bandbreite des Politpalavers zwischen Verlegen und Verlogenheit, Opportunismus und Ohnmacht, Selbstdarstellungsdrang und Solidaritätsgesäusel.“ (FAZ)

 

Inszenierung Petra Wüllenweber

Bühne und Kostüme Susanne Ellinghaus

 

Mit Simone Mende (Hilda Ludowsky), Gotthard Hauschild (Herr Gert), Michaela Allendorf (Heidrun), Joëlle Rose Benhamou (Ruth), Katharina Kwaschik (Rose), Dieter Wahlbuhl (Herr Fahnenberg)

 

Weitere Vorstellungen in Hildesheim finden am 15., 21., 27., 29. März, 15. April, 7., 18., 24. Mai, 14. und 16. Juli statt.

 

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