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Elfriede Jelinek, "Die Kontrakte des Kaufmanns", Hans Otto Theater Potsdam

Premiere ist am 18. Juni 2010 um 19:30 Uhr in der Reithalle.

 

Das globale System der entfesselten Finanztransaktionen ist implodiert, und die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek übersetzt diese Krise und ihre Skandale virtuos in einen suggestiven Sprachstrom voller Wirbel, Schleifen und wilder Katarakte.

 

Die Absurditäten des zeitgenössischen Wirtschafts- und Finanzkomplexes werden in die Farce überführt, der verschleiernde Wirtschaftsjargon rücksichtslos entlarvt. Den Treibstoff für ihren rasanten Slalom liefern ihr die diversen österreichischen Wirtschaftsskandale der vergangenen Jahre. Auf dieser Grundlage führt sie die unheilige Spekulationswut der Banker und Manager gnadenlos vor. Es geht um arrogante Großaktionäre und geprellte Kleinanleger, um die Gier und den Wunsch, im Geschäft der ganz Großen mitzumischen und selber ganz groß zu werden. Ein kunstvolles Spiel der komödiantischen Überspitzung und Verzerrung zur Kenntlichkeit, ein Exorzismus ist das zornige und (selbst-)ironische Stück der Wortsinnverdreherin Jelinek. Unschuldige gibt es hier keine, nicht unter den Großen und auch nicht unter den Kleinen.

 

Eine fulminant komische Sprachsymphonie – und nebenbei erfindet Jelinek mit »Die Kontrakte des Kaufmanns« ein ganz neues Theatergenre, die Wirtschaftskomödie.

 

Regie

› Lukas Langhoff

Bühne

› Lukas Langhoff, Regina Fraas

Kostüme

› Ines Burisch

 

Besetzung

› Nele Jung

› Friederike Walke

› Simon Brusis

› Christoph Hohmann

› Marcus Kaloff

› Philipp Mauritz

› Florian Schmidtke

 

Vorstellungen

 

* 19. Juni ’10 › 19.30 Uhr

* 30. Juni ’10 › 19.30 Uhr

 

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