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Eugen-Jochum-Preis an Chefdirigent Christoph Altstaedt verliehen

Die 2011 gegründete Eugen-Jochum-Stiftung widmet sich der Erarbeitung des umfangreichen Nachlasses des Dirigenten Eugen Jochum (1902 – 1987), fördert eine ausführliche Biographie Jochums und will jüngere Dirigenten auszeichnen, die sich bereits am Anfang ihrer Laufbahn künstlerisch profiliert haben.

Am 26. März 2012, dem 25. Todestag von Eugen Jochum, wurde erstmals der Eugen-Jochum-Preis verliehen. Die mit dem Betrag von 3000,- Euro verbundene Auszeichnung wurde dem Chefdirigenten des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck, Christoph Altstaedt, von der Tochter Jochums, Stiftungsvorstand Veronica Jochum von Moltke, und dem Stiftungsratsvorsitzenden Heiner Köster überreicht.

 

Christoph Altstaedt studierte Klavier und Dirigieren in Detmold, Hannover und Berlin. Er vervollkommnete seine Ausbildung in Meisterkursen – ermöglicht durch ein Stipendium des Deutschen Dirigentenforums – u.a. bei Kurt Masur, Sebastian Weigle und Bernard Haitink. Außerdem war er im Rahmen des Composer Projekts der Lucerne Festival Academy Assistent von Pierre Boulez. In der Spielzeit 2006/2007 war er am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert, wo er u.a. Puccinis Gianni Schicchi und La Traviata, Mozarts Zauberflöte und Humperdincks Hänsel und Gretel dirigierte. Gastdirigate führten ihn zu renommierten Orchestern wie den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie, der Staatskapelle Weimar und an die Komische Oper Berlin. Derzeit hat er die Position des Chefdirigenten des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck inne und leitete die Neuinszenierung von Mozarts Idomeneo am Tiroler Landestheater. Zudem ist er Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Dort dirigiert er Bizets Carmen, Puccinis La Bohème, Mozarts Così fan tutte und Humperdincks Hänsel und Gretel.

 

Das 2002 von ihm gegründete Junge Klangforum Mitte Europa hat sich zum Ziel gesetzt, Musiker aus Deutschland, Polen und Tschechien zusammenzuführen. Es wurde u.a. 2004 mit dem »Grant for Young Artists« des Praemium Imperiale, 2005 mit dem »Marion- Dönhoff-Preis« und 2006 mit dem »Europäischen Jugendorchesterpreis« der Stiftung Pro Europa ausgezeichnet.

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