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FAUST, DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL im Staatstheater Cottbus

von Johann Wolfgang Goethe

Premiere am 19. Januar 2008, 19.30 Uhr, Großes Haus am Schillerplatz

 

Der Wissenschaftler Dr. Heinrich Faust ist zutiefst verzweifelt. Die jahrelange Suche nach dem Grund allen Daseins hat ihn keinen Schritt weitergebracht. Der alte Mann hält schon das Todesgift in Händen.

Da naht unvermutet Rettung. Mephistopheles erscheint und bietet ihm seine Dienste an. Endlich eröffnet sich Faust der ersehnte Weg in die Welt glühender Leidenschaft und rastlosen Genießens. Mephistopheles hatte zuvor mit dem Herren gewettet, dessen Musterknaben Faust vom rechten Weg abzubringen. Durch „flache Unbedeutenheit“ will er ihn nun schleppen. Als jedoch Margarete ihren Weg kreuzt, scheint es, dass Mephistopheles die Kontrolle über Faust zu verlieren beginnt.

 

Christoph Schroth sieht in dem Faust-Stoff eine heutige Geschichte. Auf der Suche danach, wo wir in unserer Welt einen Faust und eine Margarete antreffen, kommt der Regisseur der legendären Schweriner Faust-Inszenierung von 1979 erneut zu überraschenden Ergebnissen. Dieser zeitgemäße Faust stellt die Fragen nach rücksichtloser Selbstverwirklichung, aufrichtiger Liebe und erbarmungslosen Glaubensgrundsätzen aus dem Blickwinkel unserer heutigen – Ich-geprägten und kompromisslosen – Welt. Zu dem zurückhaltenden Bühnenbild (Jochen Finke) kontrastieren die facettenreichen Kostüme (Ulrike Schlafmann). Fast das gesamte Ensemble des Staatstheaters Cottbus steht auf der Bühne. In den Hauptrollen spielen Johanna-Julia Spitzer (Margarete), Kai Börner (Faust) und Thomas Harms (Mephistopheles).

Goethes „Faust“ ist zuletzt vor über 50 Jahren am Staatstheater Cottbus inszeniert worden. Für das diesjährige Spielzeitmotto „sich finden“ ist dieser unablässig nach sich selbst suchende Intellektuelle eine der Hauptfiguren.

 

Regie: Christoph Schroth

Bühne: Jochen Finke

Kostüme: Ulrike Schlafmann

Musik: Hans Petith

Choreografie: AnnaLisa Canton

 

Die nächsten Vorstellungen:

21.1.2008; 20.2.2008; 26.2.2008; jeweils 19.30 Uhr, Großes Haus am Schillerplatz

 

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