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FRANKFURTER ERSTAUFFÜHRUNG: ANTONIO CESTIS "L’ORONTEA" - Oper Frankfurt

Premiere Sonntag, 1. Februar 2015, um 18.00 Uhr im Opernhaus. -----

Die ägyptische Königin Orontea verweigert kategorisch die Ehe. Obwohl sie der Liebe abgeschworen hat, verdreht ihr der junge Maler Alidoro, der an ihrem Hof erscheint, den Kopf. Doch nicht nur die Königin, auch ihre Hofdamen Silandra und Giacinta haben ein Auge auf den mysteriösen Neuankömmling geworfen.

Es bedarf einiger Wendungen und Enthüllungen, bis Orontea ihren Auserwählten zum Mann nehmen kann.

 

L’Orontea von Antonio Cesti (1623-1669) gilt als eine der meistaufgeführten Opern des 17. Jahrhunderts. Das als Lustspiel komponierte Werk gelangte in der Karnevalszeit 1656 in Innsbruck zur Uraufführung. Das Libretto stammt von dem Dramatiker Andrea Cicognini. Cesti, der nach seiner Ausbildung zum Sänger, Musiker und Komponisten zuerst eine kirchliche Laufbahn einschlug, ist noch heute für seine lyrische und emotionale Musiksprache bekannt. Mit dieser Inszenierung gelangt eine speziell für Frankfurt erstellte neue Fassung von Álvaro Torrente zur Erstaufführung.

 

Die musikalische Leitung übernimmt im Rahmen seines Hausdebüts einer der gefragtesten Dirigenten unserer Tage: Ivor Bolton fungiert seit 2004 als Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg und wird ab Sommer 2015 als Generalmusikdirektor am Teatro Real Madrid wirken.

 

Der junge britische Regisseur Walter Sutcliffe inszenierte im Bockenheimer Depot Aribert Reimanns Die Gespenstersonate (2013/14) sowie zuvor Brittens Owen Wingrave (2009/10). Diese Produktion wird zum 10. Januar 2015 ins Opernhaus übernommen und ist zuvor in Toulouse zu sehen.

 

In der Titelpartie von L‘Orontea ist die irische Mezzosopranistin Paula Murrihy aus dem Ensemble der Oper Frankfurt zu erleben. Erst kürzlich war sie in Los Angeles mit ihrer Paraderolle der Dido in der Frankfurter Produktion von Purcells Dido and Aeneas erfolgreich. Angeführt u.a. von Simon Bailey (Gelone) und Louise Alder (Silandra) sind auch in weiteren Partien Mitglieder des Ensembles der Oper Frankfurt besetzt. Zu den Gästen: Der katalanische Countertenor Xavier Sabata (Hausdebüt als Alidoro) arbeitet regelmäßig mit dem Alte-Musik-Ensemble „Les Arts Florissants“ und weiteren internationalen Barockorchestern zusammen. Guy de Mey (Hausdebüt als Aristea) stammt aus Belgien und verkörperte u.a. die Nymphe Linfea in Cavallis La Calisto in München und London. Der deutsche Countertenor Matthias Rexroth sang neben Engagements an seinem Dresdner Stammhaus in Frankfurt vor allem Händel-Partien, darunter 2013 in Giulio Cesare in Egitto und in Teseo (Bockenheimer Depot). Maren Favela (Alternativbesetzung von Juanita Lascarro als Tibrino und Amore) war bis 2013 Mitglied im Frankfurter Opernstudio.

 

Dramma musicale in drei Akten mit einem Prolog von Antonio Cesti

Text von Giacinto Andrea Cicognini

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Ivor Bolton

Inszenierung: Walter Sutcliffe

Bühnenbild und Kostüme: Gideon Davey

Licht: Joachim Klein

Dramaturgie: Steffi Mieszkowski

 

Orontea: Paula Murrihy

Creonte: Sebastian Geyer

Tibrino, Amore: Juanita Lascarro / Maren Favela (7. März 2015)

Aristea: Guy de Mey

Alidoro: Xavier Sabata

Gelone: Simon Bailey

Corindo: Matthias Rexroth

Silandra: Louise Alder

Giacinta: Kateryna Kasper

Filosofia: Katharina Magiera

 

Statisterie der Oper Frankfurt

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

 

Weitere Vorstellungen: 6., 8., 14., 20., 22. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen

3 und 9 Jahren) Februar, 7., 13. März 2015

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 18.30 Uhr

 

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

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