Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Gioachino Rossini, La Cenerentola, Staatsoper HamburgGioachino Rossini, La Cenerentola, Staatsoper HamburgGioachino Rossini, La...

Gioachino Rossini, La Cenerentola, Staatsoper Hamburg

Premiere A: 8. Mai 2011, 18.00 Uhr

Premiere B: 11. Mai 2011, 19.30 Uhr

 

»La Cenerentola« ist Rossinis Version des »Aschenputtel« und eine der schönsten Belcanto-Opern überhaupt.

 

Verspottet von ihrem Stiefvater Don Magnifico und ihren beiden bösartigen Stiefschwestern Tisbe und Clorinde fristet Angelina ein trauriges Dasein als Dienstmädchen. Um eine Braut zu finden, lädt Fürst Don Ramiro zu einem Fest auf sein Schloss, doch Angelina muss zu Hause bleiben. Der Lehrer des Fürsten, Alidoro, beschafft ihr ein Abendkleid und nimmt sie mit zum Schloss.

 

Während ihre Stiefschwestern in der Hoffnung auf eine glänzende Partie den als Fürsten verkleideten Diener Dandini umschmeicheln, hat Don Ramiro, der in den Kleidern seines Dieners auf dem Fest erschienen ist, nur Augen für die schöne verschleierte Unbekannte. Bevor er das Geheimnis ihrer Herkunft ergründen kann, verlässt sie den Ball. Mit ihrem Armreif als einzigem Hinweis begibt er sich auf die Suche nach ihr...

 

Regisseur Renaud Doucet und Kostüm- und Bühnenbildner André Barbe präsentieren mit ihrer Version von »La Cenerentola« erstmals eine Arbeit in Hamburg. Mit ihren knallbunten, bildgewaltigen Arbeiten – zuletzt »Turandot« und »Rusalka« an der Volksoper in Wien und aktuell »Turandot« an der Pittsburgh Opera – sorgt das kanadische Regieteam in Europa und Nordamerika für Furore, und auch für ihr Hamburg-Debüt haben die beiden eine fantasievolle Szenerie entworfen. »Wir verlegen die Handlung von ›La Cenerentola‹ in eine Zukunft, wie sie sich die Menschen in den 30er-Jahren vorgestellt haben. Die 30er-Jahre waren eine Zeit der Krise und Depression, in der die Menschen von einer idealen, sehr modernistischen Welt träumten«, erklären Renaud Doucet und André Barbe ihren Inszenierungsansatz. »Filmstars wurden damals wie Götter verehrt. Aus dieser 30er-Jahre-Perspektive heraus könnte in der imaginären Zukunft der beste Weg, sich eine Frau zu suchen, der Weg ins Reality TV sein. Zum Beispiel bei einem Format wie ›The Bachelor‹. Diese Idee haben wir dann für unsere Produktion weitergesponnen«.

 

Die Musikalische Leitung hat Antonello Allemandi. Der gebürtige Mailänder ist einer der führenden Dirigenten seiner Generation und gefragter Gast für das italienische Fach an allen großen Opernhäusern.

 

Inszenierung: Renaud Doucet

Bühnenbild und Kostüme: André Barbe

Licht: Guy Simard

 

Die Titelpartie singt Maite Beaumont. Die aus Pamplona stammende Mezzosopranistin war Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper und anschließend Mitglied des Ensembles. Seit 2006 arbeitet sie freischaffend und singt unter anderem in Paris, München, Wien und Santiago de Chile. Als Don Ramiro kehrt Maxim Mironov nach Hamburg zurück, der junge russische Tenor ist ein ausgewiesener Rossini-Sänger und häufiger Gast beim Rossini-Festival in Pesaro. 2005/2006 debütierte er an der Staatsoper Hamburg in »Il Turco in Italia«. Der italienische Bass Enzo Capuano war zuletzt in »Il Barbiere di Siviglia« zu erleben, nun übernimmt er die Partie des Don Magnifico. Als Diener Dandini steht Viktor Rud auf der Bühne, der seit der letzten Saison Ensemblemitglied der Staatsoper ist und auch in der Neuproduktion von »Bliss« mitgewirkt hat. Als böse Stiefschwestern sind Renate Spingler und die Hamburger Kammersängerin Gabriele Rossmanith zu hören, die Partie des Alidoro singt Tigran Martirossian. Die Einstudierung des Chores übernimmt Florian Csizmadia.

 

Es spielen die Philharmoniker Hamburg.

Es singt der Chor der Hamburgischen Staatsoper.

 

Aufführungen: 15., 20. und 22. Mai 2011, 19.30 Uhr, 29. Mai 2011, 16.00 Uhr

2., 9. und 11. Juni 2011, 19.30 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑