Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Glückliche Tage" von Samuel Beckett - Theater Heidelberg"Glückliche Tage" von Samuel Beckett - Theater Heidelberg"Glückliche Tage" von...

"Glückliche Tage" von Samuel Beckett - Theater Heidelberg

Premiere 13. Oktober 2012, 20.00 Uhr, Zwinger1 (Zwingerstr. 3-5). -----

Winnie sitzt beinahe statisch auf einer leeren Bühne – in Einsamkeit? In Isolation? Im zweiten Akt ist ihre Bewegungsfreiheit noch eingeschränkter.

Ihr Mann Willie, zu dem sie nie in körperliche Nähe tritt, bleibt stets im Hintergrund, von wo er wortkarg Winnies Redefluss kommentiert. So pendelt ihr Monolog zwischen Selbstgespräch und Anrede hin und her. Winnies Reden ist ihre Möglichkeit, sich durch den langen Tag zu helfen. Die Zahl der Worte und Gegenstände, die ihr zur Verfügung stehen, ist eng begrenzt, und sie spürt die Gefahr, dass ihr beides ausgehen könnte. Dennoch lebt sie in der Überzeugung, immer wieder einen glücklichen Tag verbracht zu haben. »Oh, dies ist ein glücklicher Tag, dies wird ein glücklicher Tag gewesen sein! Trotz allem. Bislang.«

 

Mit der Figur ‚Winnie‘ in Glückliche Tage hat der große irische Dramatiker eine der am meisten irritierenden Figuren der Theatergeschichte geschaffen. Samuel Beckett gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. 1969 erhielt er den Literatur-Nobelpreis.

 

Die Heidelberger Neuinszenierung liegt in den Händen der Regisseurin Marie Bues. Sie arbeitete bisher u. a. in Osnabrück, Basel, München und Berlin. In der vergangenen Spielzeit setzte sie die Uraufführung Die Verfassung der Strände von Stephan Lack am Theater und Orchester Heidelberg in Szene. Ab der Spielzeit 2013/14 übernimmt sie die Leitung des Theaters Rampe in Stuttgart.

 

Aus dem Englischen von Erika und Elmar Tophoven

 

Regie Marie Bues

Bühne und Kostüme Blanka Rádóczy

Musik Matthias Grübel

Dramaturgie Anna-Sophia Güther

Winnie Christina Rubruck

Willie Stefan Reck

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑