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Hans Otto Theater Potsdam: "Schöne neue Welt"von Aldous Huxley Hans Otto Theater Potsdam: "Schöne neue Welt"von Aldous Huxley Hans Otto Theater...

Hans Otto Theater Potsdam: "Schöne neue Welt"von Aldous Huxley

Premiere Freitag, 10.06.2016, 19:30, Neues Theater. -----

Nach dem Neunjährigen Krieg, vor 500 Jahren, wurde die Menschheit unter eine Weltregierung gestellt. Es begann die moderne Zivilisation. Jetzt, im Jahr 632 n. F., »nach Ford«, werden Menschen im Labor vermehrt und schon im Vielzellerstadium für ihre Funktion im Volksorganismus optimiert.

Die Alphas, ganz oben in der Hierarchie, treiben als Intellektuelle den wissenschaftlichen Fortschritt voran, die Epsilons bedienen als Halbidioten die Maschinen. Jeder weiß, wohin er gehört, und lebt ein gleichförmig-glückliches, erotisch vollbefriedigtes, von der Psychodroge Soma angenehm erleuchtetes Leben bis zu seinem biologischen Verfallsdatum.

 

Alter und Krankheit sind abgeschafft, Privates gibt es nicht mehr, Leidenschaft in Denken und Fühlen gilt als abscheuliches Relikt des egoistischen Zeitalters. – Das muss es sein, das Glück für alle! Für Alpha-Mann Bernard ist es das nicht, in ihm keimt Unbehagen. Auf einer Reise in eines der letzten Wildenreservate, wo Primitive in biologischen Familien leben, an Götter glauben und eines natürlichen Todes sterben, macht er die erschütternde Entdeckung eines Halbwilden, der in Shakespeare-Versen spricht. Die Mutter ist eine Beta. Bernard nimmt Sohn und Mutter mit sich zurück in die Zivilisation. Was wie eine Rettung erscheint, endet für ihn, seine Schützlinge und viele andere in einer Katastrophe.

 

Huxleys Roman trat 1932 gegen naive Hoffnungen an, es könne eine technologisch und ideologisch optimierte Menschlichkeit ohne Widersprüche und Konflikte geben. Darin ist er heute, im neuen Zeitalter technokratischer Zukunftsideologien, so visionär wie zu seiner Entstehungszeit.

 

Theaterfassung und Übersetzung von Robert Koall

 

Regie

Alexander Nerlich

Bühne / Kostüme

Wolfgang Menardi

Musik

Malte Preuß

Choreografie

Anja Kożik

Dramaturgie

Christopher Hanf

 

Besetzung

John Savage

Eddie Irle

Linda Savage

Melanie Straub

Bernard Marx

Florian Schmidtke

Helmholtz Watson

Wolfgang Vogler

Mustapha Mond

Bernd Geiling

Henry Foster, Direktor

Michael Schrodt

Lenina

Franziska Melzer

Fanny

Larissa Aimée Breidbach

Tänzerin

Luana Rossetti

 

Juni 2016

Samstag 11.

 

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