Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
HÖRTHEATER 2: AUS DER TIEFE - Staatstheater MainzHÖRTHEATER 2: AUS DER TIEFE - Staatstheater MainzHÖRTHEATER 2: AUS DER...

HÖRTHEATER 2: AUS DER TIEFE - Staatstheater Mainz

Premiere am 6. März 2015 um 21 Uhr auf U17. -----

Es beginnt mit brummenden Tönen, die sich ihren Weg bahnen, durch den Raum ins Treppenhaus, nach oben, dann in die Luft und bis zum Himmel: Ein außergewöhnliches Hörerlebnis erwartet die Besucher, die sich mit den Solisten des Ensembles, Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchesters und des Herrenchors sowie Gästen daran machen, die tiefste Spielstätte des Staatstheaters zu erkunden.

Die Werke, die an diesem Abend erklingen und zu einem szenischen Abend verbunden werden, haben

ihren Ausgangspunkt im 130. Psalm: „De profundis clamavi ad te domine – Aus der Tiefe, rufe ich, o Herr zu dir“ lauten die ersten Zeilen dieses Textes, der von jeher Komponisten zu immer neuen Auseinandersetzungen inspiriert hat. Von ganz unten nach ganz oben öffnen diese Worte den Klangraum und beschreiben gleichzeitig ein seelisches Spannungsfeld der Extreme: Angesiedelt zwischen totaler Verzweiflung und größter Hoffnung entfaltet die Musik ihre Kraft je nach Kontext -

sicher ist nur, dass sie einen nicht kalt lässt.

 

Das zutiefst Persönliche der Werke wird spürbar, wenn das Publikum auf dem Weg in die Tiefe von den Stimmen des Männerchores aus Arvo Pärts De profundis umfangen wird, wenn sich die Musiker bei Bachs Kantate Aus tiefer Not schrei ich zu dir für 4 Stimmen, Orgel, Cello, Baß, 2 Geigen, Bratsche, 2 Oboen, Trompete und 3 Posaunen spielend durch den Raum bewegen und wenn der Besucher bei Sofia Gubaidulias De profundis für Akkordeon Zeuge der Einsamkeit der menschlichen Seele wird, die sich in einer unaufhaltsamen Steigerung vom schnaufenden Röcheln des untersten Akkordeon-Registers bis zu den zarten, hoffnungsfrohen Gesängen des obersten entfaltet.

 

Das musikalische Erleben zu intensivieren steht im Fokus der Reihe Hörtheater. Nachdem in der ersten

Station Sternenhimmel die Stille des klingenden Weltalls ausgelotet wurde, werden in Aus der Tiefe Konzertstücke inszeniert und die besondere Kraft der De profundis-Vertonungen spürbar gemacht.

 

HÖRTHEATER 2: AUS DER TIEFE

Musikalische Leitung: Samuel Hogarth,

Inszenierung: Anselm Dalferth,

Bühne: Sebastian Bauer,

Kostüme:Lisa Maline Busse

 

Mit: Silke Lange, Marie-Christine Haase, Jina Oh; Florian Küppers, Christopher Kaplan; Mitglieder des

Herrenchors, Philharmonisches Staatsorchester Mainz

 

weitere Vorstellungen: 13.3., 13.4.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑