Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
i-camp/neues theater münchen: „Operationsfeld Nichtstaat“ des Performanceskollektivs Hysterisches Globusgefühl (HG)i-camp/neues theater münchen: „Operationsfeld Nichtstaat“ des...i-camp/neues theater...

i-camp/neues theater münchen: „Operationsfeld Nichtstaat“ des Performanceskollektivs Hysterisches Globusgefühl (HG)

Premiere: Samstag, 7. März 2015, 16:30 Uhr, Ausgangs- und Endpunkt

i-camp/neues theater münchen, Entenbachstr. 37, 81541 München. -----

Gemeinsam mit dem Publikum geht HG auf dem Weg durch die Stadt der Frage nach, ob und wie es gelingen kann die Utopie Nichtstaat zumindest für einen kurzen Moment lebendig werden zu lassen.

 

Kennt ihr das Märchen von der Alternativlosigkeit? Hat man Euch auch erzählt, dass mit dem demokratischen Staat inklusive liberaler Marktwirtschaft das Ende der Geschichte erreicht ist, dass es nicht besser und auf gar keinen Fall anders geht?

 

Hysterisches Globusgefühl reißt die Autorinnenschaft dieser Erzählung an sich und stellt die Grundfesten unseres Zusammenlebens radikal in Frage. Gemeinsam mit dem Publikum verschwören wir uns zu einer Vereinigung des theatralen Untergrundes und betreten den Kampfplatz der Auseinandersetzung: die Straßen und Plätze deutscher Innenstädte.

 

"Gut getarnt als Närrinnen und Narren ziehen wir durch die Straßen und stellen die staatlich

gesetzten Regeln auf die Probe. Wir konfrontieren unser Publikum, Passant_innen, Polizist_innen

und das unsichtbare und unangreifbare Monster Staat mit unserem Hass und unserer Liebe: wir

bekennen uns zu ihm, wir lassen ihn verschwinden, wir lachen ihn aus, wir umarmen und verunglimpfen ihn. Alles wird mitgerissen von unserem Karneval, mit dem wir die staatliche Ordnung in uns und um uns herum auflösen, um damit die Ahnung von einem utopischen Anderswo zu erwecken.

Kann es gelingen, gemeinsam und für einen kurzen Moment die Utopie Nichtstaat zu denken?"

 

Mitwirkende: Elisabeth Lindig, Lea-Sophie Schiel, Arne Schirmel, Melanie Zipf, Dorothea Schmans.

 

Technik, Bauten: Diana Dorn. !Bühnenbild, Bauten: Katharina Schmans.

 

Hinweis: Die Veranstaltung bewegt sich durch den urbanen Raum. Es wird gebeten entsprechende

Kleidung mitbringen. Dauer: ca. 90 Minuten. Tickets: Reservierung via tickets@i-camp.de ist aufgrund beschränkter Teilnehmerzahl erforderlich!

 

Das „Operationsfeld Nichtstaat“ ist ein Projekt von Hysterisches Globusgefühl (HG) und findet mit

Unterstützung durch die Hessische Theaterakademie, das Institut für Angewandte Theaterwissenschaften, das Institut für Theater- und Medienwissenschaften, Kulturförderung der Stadt Erlangen, Kulturamt Gießen und in Koproduktion mit i-camp/neues theater münchen im Rahmen der

Reihe courage_loading statt.

 

HYSTERISCHES GLOBUSGEFÜHL

Hysterisches Globusgefühl (HG) ist ein Performancekollektiv bestehend aus Elisabeth Lindig, Dorothea Schmans, Lea-Sophie Schiel, Arne Schirmel und Melanie Zipf. Die fünf Performer_Innen aus Erlangen, Gießen, Berlin und Wien haben sich im Januar 2011 zusammengetan, um sich der zunehmenden Resignation und der Angst vor politischer Stellungnahme entgegen zu stellen. Gesellschaftliche Räume werden zu Orten einer neuen TheaterRealität umfunktioniert. In ihren Performances suchen sie nach alternativen Möglichkeiten, sich angesichts der diffusen politischen Verhältnisse zu positionieren. Ihr Arbeiten bewegen sich stets an der Schnittstelle von Politik und Kunst.

 

Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind folgende Produktionen entstanden: Die Demoperformance „Macht was: Macht nichts!“ (Premiere 2011 im Rahmen des Festivals Arena... der jungen Künste (Jurypreis), aufgeführt in Bochum, Leipzig, Gießen, Marburg), „Theaterstürmung I: Wir müssen das Theater anzünden!“ (Premiere 2012 im Rahmen des Festivals Arena... der jungen Künste (Jurypreis), „Hysteriezone, die“ (Premiere 2013 im Rahmen des 100° Berlin, zu Gast beim JACUZZI Festival am WUK ,Wien). Des Weiteren führte HG unterschiedliche Workshops durch. Unter Anderem leiteten sie ein

Praxisseminar am Institut für Theater- und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander Universität in Erlangen. Zuletzt entwickelte HG das Forschungslabor „Außerirdisch essen“ mit Kindern im Rahmen der Winterakademie des Theaters an der Parkaue.

 

Weitere Vorstellungen: 8. und 9. März 2015, 16:30 Uhr

und am 2. April in Gießen, Georg-Büchner-Saal

 

Weitere Informationen: www.hysterisches-globusgefuehl.de

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 18 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑