Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„Ich rufe meine Brüder“ von Jonas Hassen Khemiri im Schauspiel Essen„Ich rufe meine Brüder“ von Jonas Hassen Khemiri im Schauspiel Essen„Ich rufe meine Brüder“...

„Ich rufe meine Brüder“ von Jonas Hassen Khemiri im Schauspiel Essen

Die Premiere am Sonntag, dem 26. April ab 19:00 Uhr in der Box. -----

Eine Autobombe ist explodiert. Mitten in der Stadt. War es Amor? Er ist doch kein Terrorist. Nur ein ganz normaler junger Mann mit Migrationshintergrund. Mit Bart und Rucksack. Einer wie Tausende. Die Beschreibung des Attentäters könnte aber auf ihn passen …

 

Amor irrt allein durch die Stadt. Seit sein bester Freund Shavi Vater geworden ist, denkt der nur noch an Babybrei; die angebetete Valeria will nicht mit ihm abhauen und den kaputten Bohrkopf in seinem Rucksack bekommt er nicht umgetauscht, obwohl ihn ein „Bruder“ bedient. Der müsste doch per se Verständnis haben! Worauf ist denn noch Verlass? Amor ruft seine Brüder: Ruhig und unauffällig sollen sie sich verhalten, überfreundlich oder aber selbstbewusst furchtlos, obwohl sie unter Generalverdacht stehen – sie haben schließlich nichts verbrochen, außer ins Raster zu passen. Wie Amor. Doch warum hat Shavi ihn zur Tatzeit nicht erreichen können?

 

Mit seinem nächsten Jugendstück greift das Schauspiel Essen ein aktuelles Thema auf: die Angst vor islamistischem Terror. Der Autor Jonas Hassen Khemiri, 1978 in Stockholm als Sohn einer Schwedin und eines Tunesiers geboren, verarbeitet in „Ich rufe meine Brüder“ ein Attentat, das 2010 die Stockholmer Innenstadt erschütterte, zu einer Geschichte über die Zweifel und Verwirrungen eines Heranwachsenden. Das Stück ist für Zuschauer ab 15 Jahren geeignet.

 

Regie führt Katarzyna Maria Noga. Bühne und Kostüme: Anne Koltermann; Musik: Frank Cifarelli; Dramaturgie: Florian Heller.

 

Es spielen: Lisan Lantin, Thomas Meczele, Philip Noack, Flora Pulina.

 

Kartenvorverkauf: TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen,

Tel.: 0201/81 22-200, oder unter tickets@theater-essen.de

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑