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IWAN SUSSANIN - Oper von Michail Iwanowitsch Glinka - Oper Frankfurt

Premiere Sonntag, dem 25. Oktober 2015, um 18.00 Uhr ins Opernhaus. -----

Nach einem Machtwechsel und einem vermeintlichen Sieg über die Feinde laufen die Hochzeitsvorbereitungen des heimgekehrten Sobinin und seiner Verlobten Antonida. Als aber die feindliche Macht erneut zum Angriff ausholt und in das Haus des Vaters der Braut, Iwan Sussanin, einfällt, ist diesem klar, dass er sofort handeln muss, um das Vaterland zu retten.

 

Noch mitten in der Nacht schickt er seinen Ziehsohn Wanja mit der Warnung vor dem einmarschierenden Heer zu dem geheimen Ort, an dem sich das neue Staatsoberhaupt aufhält. Sussanin selbst führt die Feinde in die Irre und nimmt dafür den eigenen Tod in Kauf.

 

Bei der ersten Oper von Michail Iwanowitsch Glinka (1804-1857) handelt es sich gleichzeitig um die erste russische Nationaloper überhaupt. Sie wird in Frankfurt unter ihrem ursprünglichen Titel Iwan Sussanin erstmals aufgeführt. Bis heute ist das Werk aufgrund des wechselhaften politisch-historischen Wandels mehrfachen Bearbeitungen unterworfen.

 

Nun legen Chefdramaturg Norbert Abels und Regiealtmeister Harry Kupfer, der für diese Inszenierung nach Pfitzners Palestrina (2009), Berlioz’ Fausts Verdammnis (2010) und Prokofjews Der Spieler (2013) an den Main zurückkehrt, in ihrer Frankfurter Fassung den Fokus der Konzeption auf den Kern der Handlung. So erfährt das Werk hier gleichsam auch in seiner Fülle von volksliedhaften, metrisch jedoch hochkomplizierten Chorszenen, den reichlich eingesetzten Massenszenen und massiven sinfonischen Zwischenspielen eine Bündelung auf den gleichnishaften Hauptgehalt der Oper. Harry Kupfers Inszenierung projiziert die Heldenlegende aus dem 17. Jahrhundert um den Bauern Iwan Sussanin, der sein Leben für den Zaren opferte, in das 20. Jahrhundert inmitten des zweiten Weltkrieges.

 

Nach Dirigaten von Strauss‘ Der Rosenkavalier und Martinůs Julietta am Ende der Spielzeit 2014/15 steht GMD Sebastian Weigle nun erstmals nach der Sommerpause wieder am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters anlässlich einer Neuproduktion. Der renommierte britische Bassbariton John Tomlinson (Iwan Sussanin) gab 2011 als Erzbischof Thomas Becket in Pizzettis Murder in the Cathedral sein Debüt an der Oper Frankfurt. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehört die Titelpartie von Mussorgskis Boris Godunow – ein Werk, in dem er auch die Rollen des Pimen und Warlaam (2016 geplant am Londoner Covent Garden) verkörpert. Kürzlich überzeugte er als Boris in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk an der Deutschen Oper Berlin. Der russische Tenor Anton Rositskiy (Bogdan Sobinin) gibt sein Debüt an der Oper Frankfurt und ist regelmäßig auf Opernbühnen in St. Petersburg, Moskau und Bratislava zu erleben. Angeführt von Kateryna Kasper (Antonida) und Katharina Magiera (Wanja) sind alle weiteren Partien aus dem Ensemble und dem Opernstudio der Oper Frankfurt besetzt.

 

Text von Jegori Fjodorowitsch Baron von Rosen

Epilog von Wassili Andrejewitsch Schukowski

Titel der Uraufführung: Ein Leben für den Zaren

Frankfurter Bearbeitung von Norbert Abels und Harry Kupfer

 

In russischer und deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle

Inszenierung: Harry Kupfer

Bühnenbild: Hans Schavernoch

Kostüme: Yan Tax

Licht: Joachim Klein

Video: Thomas Reimer

Dramaturgie: Norbert Abels

Chor und Extrachor: Tilman Michael

 

Iwan Sussanin: John Tomlinson

Antonida: Kateryna Kasper

Bogdan Sobinin: Anton Rositskiy

Wanja: Katharina Magiera

Ein polnischer Hauptmann: Thomas Faulkner

Ein Bote: Michael McCown

 

Chor und Extrachor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

 

Weitere Vorstellungen: 30. Oktober, 5., 8., 14., 20., 27. November 2015

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr

 

Die Produktion wird vom Hessischen Rundfunk in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur aufgezeichnet. Der Hessische Rundfunk überträgt auf hr2-kultur am Samstag, dem 7. November 2015, um 20.05 Uhr, Deutschlandradio folgt am Samstag, dem 14. November 2015, um 19.05 Uhr.

 

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich

 

Oper Frankfurt erstmals in der Geschichte beider

Kritikerumfragen auf dem Spitzenplatz:

»Opernhaus des Jahres« 2015 (Opernwelt)

Beste »Gesamtleistung« 2014/15 (Die Deutsche Bühne)

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