Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Jacques Offenbachs Operette PARISER LEBEN in BremenJacques Offenbachs Operette PARISER LEBEN in BremenJacques Offenbachs...

Jacques Offenbachs Operette PARISER LEBEN in Bremen

Premiere am 9. Dezember 2006, 19.30 Uhr.

Bereits wenige Monate nach der Uraufführung 1866 in Paris kam Offenbachs turbulentes Meisterwerk in Berlin und Wien auf deutschsprachige Bühnen und brachte es binnen kurzer Zeit auf jeweils über 200 Aufführungen.

Paris war in vielfacher Hinsicht die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts: in technischer, literarischer, musikalischer und in erotischer. Davon waren die Pariser selbst ebenso überzeugt wie der Rest der Menschheit, der sich – wenn die Finanzen es erlaubten – auf den Weg an die Seine machte, um endlich die in der Heimat unerfüllten Sehnsüchte Wirklichkeit werden zu lassen.
So ist es kein Zufall, dass Offenbachs Pariser Leben auf dem Gare de L’Ouest beginnt, war der Bahnhof doch der Ort, an dem dank des modernen Massentransportmittels Eisenbahn die Vergnügungssüchtigen Europas in Paris eintrafen. Auf dem Bahnsteig begegnen sich die Pariser Lebemänner Bobinet und Gardefeu auf der Suche nach der Edelkurtisane Metella, die mit beiden ihr Spiel treibt. Als der schwedische Baron Gondermark mit seiner schönen jungen Gattin eintrifft, wittert Gardefeu die Chance auf ein neues Abenteuer. Denn der Baron und die Baronin haben durchaus nicht nur den Besuch von Invalidendom und Louvre im Sinn, vielmehr hoffen sie jeder für sich auf Abwechslung vom provinziellen schwedischen Ehealltag.

Als auch noch ein brasilianischer Millionär dem Zug entsteigt, der alljährlich sein Vermögen im Pariser Nachtleben verschleudert, ist das Personal für eine der großartigsten musikalischen Komödien fast komplett. Zum vollen Offenbach’schen Operettenglück fehlen nun noch ein Schuster, eine Handschuhmacherin und die ältliche Madame de Quimper-Karadec, die unverhofft ihre Tugend verteidigen zu müssen glaubt. Ein Spiel von Verwechslungen, Intrigen und Amouren nimmt seinen Lauf, das von Offenbachs Musik voller Esprit und Witz angetrieben wird.

 

Florian Ludwig
Musikalische Leitung
Helmut Baumann
Inszenierung und Bühne
Natascha Steinkamp
Bühne
Uta Loher
Kostüme
Thomas Eitler
Chöre
Jacqueline Davenport
Choreographie

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑