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„Jeremias“ von Stefan Zweig in Oberammergau

Fr. 15. Premiere / Sa. 16. Juni 2007, 20 Uhr

Sa. 23. / So. 24. Fr. 29. / Sa. 30. Juni 2007, 20 Uhr

Fr. 6. / Sa. 7. Juli 2007, 20 Uhr.

 

Die weltberühmten Passionsspiele werden nur alle zehn Jahre aufgeführt – das nächste Mal 2010. Doch drei Jahre vor den nächsten Passionsspielen wird in diesem Sommer mit dem biblischen Schauspiel „Jeremias“ von Stefan Zweig die Tradition des Theaterspielens auch zwischen der alle zehn Jahre stattfindenden Passion weitergeführt.

Jerusalem und sein König Zedekia verbünden sich gemeinsam mit Ägypten gegen Nebukadnezar, den König von Babylon. Wie in einem Rausch zieht Israel in den Krieg. Eitelkeit, Rachsucht und ein unglaublicher Siegestaumel treibt sie. Nur einer schreit laut auf gegen diesen grausamen Krieg: Jeremias. Doch in Jerusalem schenkt ihm niemand Glauben. Vielmehr wird er der Gotteslästerung bezichtigt, als Verräter verfolgt und gefangen genommen. Doch der willensstarke Jeremias hält an seiner Mission fest und gibt dafür alles auf: seine Familie und seine Freunde. Mit unglaublicher Konsequenz kämpft er einen aussichtslosen Kampf gegen Unvernunft, Kriegstreiberei, Blindheit und den Glauben an einen gottgewollten Krieg. Doch niemand hört auf ihn und Jerusalem geht in Flammen auf.

 

Die Geschichte des Propheten Jeremias wird von Christian Stückl auf der großen Freilichtbühne des Oberammergauer Passionstheaters in Szene gesetzt. Stückl war Passionsspielleiter der beiden letzten Passionsspiele, Regisseur des „Jedermann“ in Salzburg und der FIFA WM-Eröffnungsfeier 2006 in München. Er ist Intendant des Münchner Volkstheaters und stammt wie alle Mitwirkenden aus Oberammergau. In die Rolle des jüdischen Propheten Jeremias schlüpft Martin Norz, einer der beiden Christus-Darsteller bei den letzten Passionsspielen 2000. Bühnenbild und Kostüme stammen von Stefan Hageneier, der auch schon bei den letzten Passionsspielen dafür verantwortlich zeichnete. Der ebenfalls aus Oberammergau stammende Markus Zwink schrieb die Musik und führt in den von ihm neuvertonten „Klageliedern des Jeremias“ Klangwelten aus Orient und Okzident zusammen.

 

 

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