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Jonathan Seers neuer Generalmusikdirektor des Mainfranken Theaters Würzburg

Der Würzburger Stadtrat hat Jonathan Seers als neuen Generalmusikdirektor des Mainfranken Theaters berufen. Er wird ab sofort und bis zum 31. August 2010 in die laufenden Produktionen am Mainfranken Theater einsteigen und mit nur kleinen Modifikationen den gesamten Spielplan übernehmen. Jonathan Seers war bereits in den Jahren 1991 bis 2000 als Generalmusikdirektor am Mainfranken Theater beschäftigt.

Vita

Jonathan Seers, geboren 1954 in Redhill (England), erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Sängerknabe in der Kathedrale zu Canterbury. Als Stipendiat der Universität zu Cambridge studierte er Geschichte und Musikwissenschaft. Ein Dirigierstudium absolvierte er an der Guildhall School London und am Londoner Opernzentrum.

 

1980 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Dirigierwettbewerb in Besançon (Frankreich). Seitdem gastiert er regelmäßig in Frankreich, Deutschland, Belgien, Polen und in der Schweiz. Als musikalischer Leiter der Opernschule Karlsruhe gastierte er in Brasilien, mit dem RIAS-Jugendorchester bereiste er Ostafrika.

 

Nach Engagements als Kapellmeister in Freiburg, Mannheim und Gelsenkirchen war er von 1991 bis 2000 Generalmusikdirektor des Stadttheaters und Künstlerischer Leiter des Mozartfestes in Würzburg.

 

Unter anderem blieben dem Würzburger Publikum in Erinnerung seine Interpretation der Wagner Opern „Tristan und Isolde“, „Lohengrin“ und „Tannhäuser“. Von Richard Strauss sind „Elektra“, „Salome“ und „Der Rosenkavalier“ zu nennen. Ferner Verdis „Macht des Schicksals“, „La Traviata“, „Falstaff“, „Aida“ und „Otello“, Mozarts „Die Zauberflöte“, „Die Hochzeit des Figaro“ und „Così fan tutte“, Debussys „Pelleas und Melisande“ sowie „Boris Godunow“ von Modest Mussorgskij.

 

Im Konzertbereich fielen in seine Zeit mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg die Aufführung aller neun Sinfonien von Ludwig van Beethoven, aller vier Sinfonien von Johannes Brahms, zahlreicher Werke von Anton Bruckner und Gustav Mahler, „Turangalîla“ von Olivier Messiaen und das Violinkonzert von György Ligeti mit Frank Peter Zimmermann als Solist.

 

Seine Amtszeit, während der unter anderem Diana Damrau und Christian Gerhaher zum Würzburger Sänger-Ensemble gehörten, ermöglichte dem Philharmonischen Orchester Würzburg eine stetige Weiterentwicklung und einen neuen Status im künstlerischen Wirken der Stadt. Als Reaktion auf das stark gestiegene Publikumsinteresse wurde die Anzahl der Sinfoniekonzerte verdoppelt. Im Rathaussaal wurden regelmäßig Rathauskonzerte präsentiert. Schließlich beschloss der Stadtrat, das Philharmonische Orchester tarifmäßig aufzustocken und einen neuen Orchesterproberaum zur Verfügung zu stellen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von Jonathan Seers in Würzburg waren die Jazzkonzerte des Philharmonischen Orchesters mit Charlie Mariano, Benny Bailey und dem Trio "On the Corner", die auf mehreren CDs dokumentiert sind.

 

In Hannover ist Jonathan Seers in den letzten Jahren mit dem NDR Sinfonieorchester durch eine regelmäßige Verpflichtung als Dirigent, Arrangeur und Moderator verbunden. Als Liedbegleiter hat er mit mehreren Rundfunkanstalten zusammengearbeitet. An der Staatsoper Hannover dirigiert er häufig als Gast, dazu leitet er mobile Kinderopern, die Schulen und Kindergärten besuchen.

 

Sowohl mit dem Knabenchor Hannover als auch mit dem Mädchenchor Hannover arbeitet Jonathan Seers als Komponist und Arrangeur zusammen.

Darüber hinaus ist er Dozent an den Musikhochschulen in Hannover und Würzburg.

 

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