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KATJA KABANOWA, Oper von Leoš Janácek im Staatstheater Kassel

Premiere Freitag, 23. März, 19.30 Uhr, Opernhaus.

 

Sie ist ein sehr lebendiges junges Mädchen mit viel Phantasie und Lebenslust. Aber leider ist Katerina-Katja seit kurzem mit dem unscheinbaren Kabanow verheiratet, einem Langweiler, der überdies auch als Ehemann noch der Herrschsucht seiner Mutter hilflos ausgeliefert bleibt.

 

 

 

 

Die “Kabanicha“, Witwe und Oberhaupt der Familie, in die Katja hineingeraten ist, hat ihr eigenes Sitten- und Anstandsverständnis, das sie als Knute benutzt. Sie verlangt von allen bedingungslose Unterwerfung, und sie hat Erfolg. Ihr hilft die bigotte Moral einer mickrigen Krämerwelt, aus der es kein Entkommen gibt. Katja aber möchte am liebsten „fliegen, wie die Vögel“, kein Wunder, dass sie sich in einen jungen Mann verliebt, der genauso im Gefängnis bösartiger Kleinbürgerlichkeit eingeschlossen ist. Diese Liebe wird sie endgültig zerbrechen.

„Katja Kabanowa“, vom gleichen Regieteam betreut wie in der vorigen Spielzeit „Schicksal“, ist eine Alltagsgeschichte ganz gewöhnlicher Menschen. Janáceks Musik aber bohrt sich, barmherzig und unbestechlich zugleich, in die tiefsten Tiefen ihrer Seelen hinein und macht diese kleine Tragödie zum ergreifenden Theatererlebnis – und zu einem der wichtigsten Werke des Musiktheaters nach dem Ersten Weltkrieg.


Musikalische Leitung: Rasmus Baumann
Inszenierung: Gabriele Rech
Bühne und Kostüme: Nicola Reichert
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti
Dramaturgie: Martin GriesemerMit: Janet Harach (Katja), Lona Culmer-Schellbach (Kabanicha), Thomas Piffka (Boris), Mark Bowman-Hester (Tichon) u.a.

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