Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Kay Metzger bleibt weiter Intendant des Theaters UlmKay Metzger bleibt weiter Intendant des Theaters UlmKay Metzger bleibt...

Kay Metzger bleibt weiter Intendant des Theaters Ulm

bis August 2026

Der Gemeinderat der Stadt Ulm hat beschlossen, den Vertrag von Intendant Kay Metzger bis zum 14. August 2026 zu verlängern, und folgte damit der Empfehlung des Fachbereichsausschusses Kultur. Kay Metzger ist seit der Spielzeit 2018/2019 Intendant am Theater Ulm. Zuvor leitete er die Mehrspartenhäuser in Halberstadt und Quedlinburg sowie in Detmold.

 

Copyright: Kerstin Schomburg

Nach dem erfolgreichen Start Kay Metzgers in Ulm musste in der Mitte der Jubiläumsspielzeit 2019/2020 der reguläre Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie eingestellt werden. In den ersten anderthalb Spielzeiten der Intendanzzeit vor der Pandemie gelang es Metzger, in der Stadt und Region großen Enthusiasmus für die künstlerische Arbeit des Theaters zu erzeugen, was auch Ausdruck fand in steigenden Abo- wie Besucherzahlen. Zur positiven Resonanz trug neben dem breit gefächerten und hochwertigen Programm in allen Sparten auch die Öffnung des Theaters in den Stadtraum bei, die mit einer Vielzahl an Formaten und Kooperationspartnern realisiert wurde. Metzgers Credo, das Theater zudem als Ort auch des politischen Diskurses zu definieren, wurde mit einer Serie von Theatertexten zu sozialen Problemstellungen wie Extremismus und Populismus in die Tat umgesetzt.

Auch die Bemühungen Metzgers um die zeitgenössische Akzentuierung der Theaterarbeit wurden deutlich sichtbar mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen, Auftragswerken, der Etablierung von Arbeitsbeziehungen des Theaters mit Autoren und Autorinnen sowie mit performativen Projekten im Spielplan, auch unter Nutzung digitaler Gestaltungsoptionen.  Zu den künftigen Projekten in dieser Hinsicht zählen die Uraufführung von John von Düffels »Antigone« in der kommenden Spielzeit und die posthume Uraufführung von Charles Tournemires »La Légende de Tristan« in der Spielzeit 2022/2023.

Markante Akzente setzte Metzger weiterhin mit der Intensivierung der theaterpädagogischen Arbeit, besonders bei Tanzpädagogik und Musikvermittlung, sowie mit zahlreichen Kooperationen, so mit der ADK Ludwigsburg oder mit Theatern wie dem Königlichen Opernhaus Stockholm und den Staatstheatern in Meiningen und Oldenburg.

Während der schwierigen Phase der Pandemie konnte Metzger auf das hohe Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters setzen, die alternative künstlerische Programme u.a. für die sozialen Medien entwickelten und unter schwierigen Bedingungen die ersten Produktionen der kommenden Spielzeit vorbereiten, etwa die Oper »Kátja Kabanová« als Regiedebüt von Angela Denoke in einer speziell konzipierten musikalischen Fassung. Zudem konnte trotz der pandemiebedingten Einschränkungen die Nachfolge auf der Position des Generalmusikdirektors am Theater Ulm geregelt werden, mit dem neuen Orchesterchef Felix Bender befindet sich Intendant Kay Metzger derzeit an der Planung künftiger Vorhaben.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑