LA TRAVIATA von Giuseppe Verdi - Staatsoper im Schiller Theater Berlin

Premiere am Samstag, den 19. Dezember 2015 um 18:00 Uhr. ----- Eine der bekanntesten und beliebtesten Opern in einer Neuinszenierung von Dieter Dorn. Dorn erzählt die tragische Liebesgeschichte um die Kurtisane Violetta Valéry ganz aus der Perspektive der Hauptfigur, deren Lebenserinnerungen in den letzten Sekunden vor ihrem Tod noch einmal schemenhaft aufblitzen und an ihrem inneren Auge vorüberziehen.
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Für Dieter Dorn ist die Arbeit am Schiller Theater dabei eine Rückkehr zu seinen künstlerischen

Anfängen: von 1970 bis 1975 begann er als Oberspielleiter unter Hans Lietzau am Haus seine

Karriere. Nach »Elektra« (1994) ist »La traviata« seine zweite Produktion für die Berliner Staatsoper

und ebenfalls die zweite Zusammenarbeit mit Daniel Barenboim, der seit 2003 erstmals wieder in

Berlin als Dirigent dieses Werks zu erleben ist. Neben »Macbeth« (Spielzeit 2014/2015), »Il

trovatore« und »Simon Boccanegra«, die in dieser Saison wiederaufgenommen werden, setzt Daniel

Barenboim gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin die kontinuierliche Beschäftigung mit Verdi fort.

In der Rolle der Violetta Valéry ist an drei Abenden die herausragende bulgarische Sopranistin Sonya

Yoncheva zu erleben (19. | 22. | 31. Dezember), die derzeit als eine der versiertesten Interpretinnen der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts gilt und jüngst mit ihrer CD-Veröffentlichung »Paris, mon

amour« als »Nachwuchskünstlerin des Jahres (Gesang)« mit dem »Echo Klassik 2015« ausgezeichnet

wurde. Am 25. und 27. Dezember übernimmt Nadine Koutcher die Titelpartie. Die 32-jährige Sopranistin, die 2009 am Mikhailovsky Theatre in St. Petersburg als Violetta ihr Debüt gab, zählt zu

den vielversprechenden Sängerinnen ihrer Generation. Seit ihrem Debüt war sie u. a. an der Oper

Perm, am Teatro Real, an der English National Opera und am Concertgebouw in Amsterdam zu hören

und gewann 2015 beim »BBC Cardiff Singer of the World« den Hauptpreis.

Die Rolle des Alfredo singt Abdellah Lasri. Auch für den jungen marokkanischen Tenor bedeutet diese Produktion eine »Heimkehr«: Bevor er 2013/2014 festes Ensemblemitglied am Aalto-Musiktheater Essen wurde und u. a. an der Opéra Bastille in Paris und der Semperoper in Dresden gastierte, war er von 2009–2011 Stipendiat des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden. Seine künftigen Engagements führen ihn u. a. als Rodolfo an die Los Angeles Opera (2016).

Als Besonderheit wird bei der Premiere die 93-jährige Luisa Mandelli noch einmal als Annina auf der

Bühne stehen. 1922 in Saronno, im Norden von Mailand, geboren, wurde sie 1953 in das Ensemble

der Mailänder Scala aufgenommen. Bekanntheit erlangte sie u. a. durch ihre Interpretation der Annina

in der legendären Produktion von »La traviata« in der Regie von Luchino Visconti aus dem Jahr 1955

– an der Seite von Maria Callas. Nachdem sie ihre Karriere als Sängerin beendet hatte, arbeitete sie 20

Jahre für den Ricordi Musikverlag. Ihre Verbindung zur Mailänder Scala blieb bis heute bestehen und

sie besucht dort regelmäßig mit großer Leidenschaft Proben, Aufführungen und Konzerte. Seit 2000

lebt sie im von Giuseppe Verdi gegründeten Casa di Riposo per Musicisti in Mailand.

Melodramma in drei Akten (vier Bildern)

Text von Francesco Maria Piave nach Alexandre Dumas

In italienischer Sprache

mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung

Daniel Barenboim

Inszenierung

Dieter Dorn

Regiemitarbeit

Christiane Zaunmair

Bühnenbild

Joanna Piestrzyńska

Kostüme

Moidele Bickel

Mitarbeit Kostüm

Dorothée Uhrmacher

Choreographie

Martin Gruber

Licht

Tobias Löffler

Dramaturgie

Hans-Joachim Ruckhäberle

Katharina Winkler

Violetta Valéry

Sonya Yoncheva

Flora Bervoix

Cristina Damian

Annina

Luisa Mandelli

Alfredo Germont

Abdellah Lasri

Giorgio Germont

Simone Piazzola

Gastone

Florian Hoffmann

Barone Douphol

Dominic Barberi

Marchese D‘Obigny

Grigory Shkarupa

Dottor Grenvil

Jan Martiník

Staatsopernchor

Staatskapelle Berlin

Weitere Vorstellungen am 22., 25., 27. und 31. Dezember 2015

Eine Werkeinführung findet, mit Ausnahme am 25. Dezember, jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt.

Tickets sowie weitere Informationen unter Telefon 030 20 35 45 55 und www.staatsoper-berlin.de

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