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Landestheater Innsbruck: "Ariadne auf Naxos"

Premiere am Sonntag, 4. November 2007, 19.30 Uhr, Großes Haus

Oper von Richard Strauss, Libretto von Hugo von Hofmannsthal

 

Sechs Jahre lang beschäftigte Strauss und Hofmannsthal ihre dritte gemeinsame Arbeit, die Oper Ariadne auf Naxos.

 

 

 

 

 

Zunächst als „Divertissement“ zu Molières Komödie Der Bürger als Edelmann geplant, arbeiteten der Komponist und sein kongenialer Librettist das Werk nach einer wenig erfolgreichen Uraufführung 1912 in ein selbständiges Werk um. Sie ersetzten Molieres Komödie durch ein Vorspiel, das sie der fertigen Oper voranstellten: Die „zweite“ Uraufführung fand 1916 sehr erfolgreich an der Wiener Hofoper statt.

 

Im Haus eines reichen Wieners soll die tragische Oper Ariadne auf Naxos aufgeführt werden. Der Komponist und sein Musiklehrer erfahren, daß nach dem Werk die Posse Die ungetreue Zerbinetta und ihre vier Liebhaber auf dem Programm steht. Vergeblich versuchen sie, dies zu verhindern. Als der Hausherr noch anordnet, daß beide Stücke gleichzeitig aufgeführt werden sollen, verzweifelt der Komponist, fürchtet er doch um den Erfolg seines Werkes. Schließlich scheint es, daß Zerbinetta ihn zur Zustimmung überreden kann. Ariadne beklagt ihr Schicksal: sehnsüchtig wünscht sie sich den Tod. Sie trauert Theseus nach, der sie verlassen hat. Ihr gegenüber steht Zerbinetta, die die Treue zu einem Mann nicht sehr ernst nimmt und Ariadne ins Leben zurückholen will.

 

"Sie fragen mich, was es mit der Verwandlung auf sich hat, die Ariadne in Bacchus’ Armen erfährt, denn Sie fühlen: hier ist der Lebenspunkt, nicht bloß für Ariadne und Bacchus, sondern für das Ganze. Verwandlung ist Leben des Lebens, ist das eigentliche Mysterium der schöpfenden Natur; Beharren ist Erstarren und Tod. Wer leben will, der muß über sich selber hinwegkommen, muß sich verwandeln: er muß vergessen. Und doch ist ans Beharren, ans Nichtvergessen, an die Treue alle menschliche Würde geknüpft. Dies ist einer von den abgrundtiefen Widersprüchen, über denen das Dasein aufgebaut ist."

Hugo von Hofmannsthal

 

Musikalische Leitung: Dietfried Bernet; Inszenierung: Elisabeth Stöppler; Bühne & Kostüme: Bettina Munzer & Julia Libiseller

 

Mit:

 

Haushofmeister ……………………………. Helmuth A. HÄUSLER

Ein Musiklehrer ……………………………. Joachim SEIPP / Sébastien SOULES

Der Komponist …………………………...... Michelle BREEDT / Anne SCHULDT

Zerbinetta ……………………………..….... Julia BAUER / Debra FERNANDES

Ein Tanzmeister …………………………… Martin MITTERRUTZNER

Bacchus ……………………………….…… Michael PUTSCH / Christian VOIGT

Ariadne ……………………………….….…. Susanna VON DER BURG / Christiane LIBOR

Offizier ……………………………………… Heinrich WOLF

Perückenmacher ………………………….. Stefan SALVENMOSER

Lakai ……………………………………..…. Andreas MATTERSBERGER

Harlekin …………………………………..… Thomas ZISTERER

Scaramuccio ……………………………….. Ansgar MATTHES

Truffaldino ………………………………..… Dirk ALESCHUS / Mark KUGEL

Brighella …………………………………..... Dale ALBRIGHT / Brenden GUNNELL

Najade ………………………………….…... Ines LEX

Dryade ……………………………………... Lysianne TREMBLAY

Echo ………………………………………... Christine BUFFLE / Anja SCHOLZ

 

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck

 

Weitere Vorstellungen:

November: 11., 21., 25.

Dezember: 6.

 

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