Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
LEOŠ JANÁČEKS DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN AN DER OPER FRANKFURTLEOŠ JANÁČEKS DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN AN DER OPER FRANKFURTLEOŠ JANÁČEKS DAS...

LEOŠ JANÁČEKS DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN AN DER OPER FRANKFURT

Premiere Sonntag, 24. April 2016, um 18.00 Uhr im Opernhaus. -----

Der Reiz der Handlung liegt vor allem im Nebeneinander von Tier- und Menschenwelt: Der Förster hat im Wald das junge Füchslein Schlaukopf gefangen. Obwohl er sehr an dem Geschöpf hängt, droht er ihm Prügel an, nachdem es im Hühnerstall gewildert hat. Doch die Füchsin kann entkommen und kehrt – gereift und selbstständig – in den Wald zurück.

 

Dort trifft sie auf einen Fuchs, der sich unsterblich in sie verliebt. Während die beiden überglücklichen Tiere heiraten und eine Familie gründen, wird dem Förster der Verlust seines Wildfangs und damit seiner eigenen inneren Wünsche und Hoffnungen immer schmerzlicher bewusst. Doch das tierische Glück ist nicht von langer Dauer: Der Landstreicher Háraschta wird zum Mörder der Füchsin, als sie sich mit ihrer Sippe über dessen erbeutete Enten hermachen will. Am Ende der Oper schließt sich ein großer Kreis: Der Förster trifft im Wald auf eine junge Füchsin…

 

Mit der Neuproduktion von Das schlaue Füchslein (Příhody lišky Bystroušky) macht die Oper Frankfurt einen weiteren Schritt in Richtung der Vervollständigung ihrer Aufführungsliste sämtlicher Bühnenwerke des tschechischen Komponisten Leoš Janáček (1854-1928). Der Tondichtung liegt die nach heiteren Zeichnungen entstandene Erzählung von Rudolf Těsnohlídek zugrunde, welche sich Janáček selbst als Libretto einrichtete. Die erfolgreiche Uraufführung fand am 6. November 1924 an der Tschechischen Oper Brünn statt. Hatte sich der Meister – wie in seinen bisherigen Arbeiten – bei der musikalischen Gestaltung sehr stark von der „Melodie“ des gesprochenen Wortes inspirieren lassen, setzte er diesmal auch die Laute der Tiere musikalisch um. Das schlaue Füchslein wurde an der Oper Frankfurt zuletzt 1977 von Jonathan Miller unter dem Dirigat von Ralf Weikert herausgebracht.

 

Die musikalische Leitung der Neuproduktion obliegt Johannes Debus, der von 2001 bis 2009 an der Oper Frankfurt engagiert war, zuletzt als Kapellmeister. 2009 wechselte er als Musikchef an die Canadian Opera Company in Toronto.

 

Bis 2012/13 war Ute M. Engelhardt als Regieassistentin in Frankfurt engagiert, wo sie im Bockenheimer Depot 2010/11 Aulis Sallinens Barabbas-Dialoge und 2014/15 Monteverdis L’incoronazione di Poppea inszenierte.

 

Die Besetzung stammt weitestgehend aus dem Ensemble der Oper Frankfurt: In der Titelpartie wechseln sich Louise Alder und Elizabeth Reiter ab, daneben sind u.a. Jenny Carlstedt als Fuchs, Beau Gibson als Schulmeister und Mücke, Magnús Baldvinsson als Pfarrer und Dachs sowie Sebastian Geyer als Landstreicher Háraschta zu erleben. Der englische Bariton Simon Neal (Der Förster), bis 2011 Ensemblemitglied am Theater Dortmund, gastiert regelmäßig an der Oper Frankfurt, zuletzt 2014/15 als Altair in konzertanten Aufführungen von Straussʼ Die ägyptische Helena. Die polnische Mezzosopranistin Joanna Krasuska-Motulewicz (Die Frau Försterin / Eule) kehrte in der laufenden Saison auch für die Wiederaufnahme von Puccinis Il trittico zurück an den Main. Mit von der Partie sind zudem – erstmals als Gast – Britta Stallmeister (Hahn / Eichelhäher) und die ehemalige Frankfurter Opernstudio-Stipendiatin Nora Friedrichs (Schopfhenne / Die Gastwirtin).

 

DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN (PŘĺHODY LIŠKY BYSTROUŠKY)

Oper in drei Akten von Leoš Janáček

Text vom Komponisten nach der Erzählung Liška Bystrouška / Abenteuer der Füchsin Schlaukopf (1920)

von Rudolf Těsnohlídek

In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Johannes Debus

Inszenierung: Ute M. Engelhardt

Bühnenbild: Stephanie Rauch

Kostüme: Katharina Tasch

Design Fuchsmasken: Steve Wintercroft

Licht: Jan Hartmann

Video: Christina Becker

Dramaturgie: Mareike Wink

Chor und Kinderchor: Markus Ehmann

 

Füchsin Schlaukopf: Louise Alder / Elizabeth Reiter (25. Mai, 12. Juni 2016)

Fuchs Jenny Carlstedt

Der Förster: Simon Neal

Die Frau Försterin / Eule: Joanna Krasuska-Motulewicz

Der Schulmeister / Mücke: Beau Gibson

Der Pfarrer / Dachs: Magnús Baldvinsson

Háraschta, ein Landstreicher: Sebastian Geyer

Dackel / Specht: Nina Tarandek

Der Gastwirt Pasek: Michael McCown

Hahn / Eichelhäher: Britta Stallmeister

Schopfhenne / Die Gastwirtin: Nora Friedrichs u.a.

Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

 

Weitere Vorstellungen: 30. April, 7., 15., 22. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 25., 26. Mai, 12. Juni 2016

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

 

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 21 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑