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"Manon" - Ballett in drei Akten von Kenneth MacMillan - Semperoper Dresden

Premiere ist am 7. November 2015 um 18 Uhr. -----

Seit der Uraufführung 1974 beim Londoner Royal Ballet gilt »Manon« des britischen Tanzdramatikers Sir Kenneth MacMillan als Meisterwerk des narrativen Ballettrepertoires. Zu Musik von Jules Massenet erzählt MacMillan die tragische Geschichte des Liebespaares Manon und Des Grieux, die in wilder Leidenschaft beginnt und in trostloser Ausweglosigkeit endet.

 

Schon 1731 begeisterte der Roman von Abbé Prévost das Publikum, das den Stoff alsbald in Opern von Auber, Massenet, Puccini und Henze erleben konnte. Doch erst MacMillan gelang es, die hochemotionale Geschichte in die Sprache des klassischen Balletts zu versetzen. Er kreierte damit eines der beliebtesten Stücke des Weltrepertoires. Dem großen Tanzdramatiker ging es bei der Kreation des Stoffes von Abbé Prévost aus dem 18. Jahrhundert um eine Manon, die nicht so sehr Angst davor hat, arm zu sein, sondern die sich vor allem ihrer Armut schämt. Musik von Jules Massenet war MacMillans Ausgangspunkt, nicht jedoch dessen Oper, sondern verschiedene andere Kompositionen aus seinem Gesamtwerk.

 

Die Hauptpartien Manon und Des Grieux, individuell geprägt von den Tänzern verschiedener Generationen, leben von der Darstellungskraft und dem Charakter ihrer Interpreten. In Dresden werden das Melissa Hamilton vom Londoner Royal Ballet, Gastsolistin für ein Jahr beim Semperoper Ballett, und Jiří Bubeníček sein.

 

Melissa Hamilton wurde in Belfast, Irland geboren. Im Alter von vier Jahren begann sie ihre Tanzausbildung an der Jennifer Bullick Ballettschule. Ein Stipendium ermöglichte ihr die Weiterführung ihrer Ausbildung ab dem 16. Lebensjahr an der Elmhurst School of Dance in Birmingham. Ebendort entdeckte Masha Mukhamedov, ehemaliger Ballettstar des Bolschoi Balletts, ihr Talent. Bis 2007, als Hamilton den Youth America Grand Prix gewann, erteilte Mukhamedov ihr Privatunterricht in Athen. Im gleichen Jahr wurde Hamilton ans Royal Ballet engagiert, wo sie sich kontinuierlich weiterentwickelte und seit 2013 als Solistin tanzt. Für eine »außergewöhnliche weibliche Vorstellung in klassischer Partie« wurde ihr 2009 der Preis des Critic’s Circle verliehen, zudem gewann sie die Goldmedaille des 8. Internationalen Ballettwettbewerbs in Seoul 2011.

 

Mit dem Engagement an das Royal Ballet hatte Hamilton die Gelegenheit, sich ein breites Repertoire anzueignen. Sie tanzte unter anderem Manon, Julia, Raven Girl, die Zuckerfee in »Der Nussknacker«, Olga in »Onegin«, die Fliederfee und Prinzessin Florine in »Dornröschen«, die Königin der Dryaden in »Don Quichote«, Mary Vetsera in »Mayerling« und Terpsichore in »Apollo«. Weiterhin war sie zu sehen in »Symphonische Variationen«, »Rubine« (Juwelen), »Fool’s Paradise«, »Serenade«, »Agon«, »Requiem«, »Tryst«, »Las hermanas«, »Gloria«, »Das Konzert« und »Danse à grande vitesse«. Wayne McGregor, Hauschoreograf des Royal Ballet, schuf Partien in »Infra«, »Carbon Life«, »Limen« und »Acis and Galatea« für sie.

 

Musikalische Leitung Paul Connelly

Choreografie Kenneth MacMillan

Bühnenbild und Kostüme Peter Farmer

Einstudierung Patricia Ruanne, Karl Burnett

Musik Jules Massenet

Orchestrierung und Arrangement Martin Yates

 

Manon Melissa Hamilton

Des Grieux Jiří Bubeníček

Lescaut Denis Veginy

Lescauts Geliebte Svetlana Gileva

Monsieur G.M. Raphaël Coumes-Marquet

Madame Jenni Schäferhoff

Der Bettlerkönig Craig Davidson

Der Aufseher Laurent Guilbaud

Hauptkurtisane 1 Aidan Gibson

Hauptkurtisane 2 Chantelle Kerr

 

Semperoper Ballett

Sächsische Staatskapelle Dresden

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Semperoper

 

Weitere Vorstellungen finden am 11., 14., 18., 19. und 22. November statt.

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