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"Maria Magdalena" von Friedrich Hebbel im Schauspielhaus Hamburg

Ein bürgerliches Trauerspiel,

Premiere: 12.01.2007, 20 Uhr / Großes Haus.

Die bürgerliche Welt ist im Begriff zu zerbrechen, und mit ihr die Idee der Familie als glücklicher, geschützter Ort. Das oberste Prinzip ist nicht mehr Menschlichkeit, sondern das Urteil der öffentlichen Meinung.

 

Tischlermeister Anton, rigide, prinzipientreu und religiös, führt ein ehrgeiziges Projekt an: Seine Familie soll unbescholten, tugendhaft, fleißig, ehrlich und ohne Fehl sein. Er ist blind dafür, daß seine Ansprüche an Sohn und Tochter übermenschlich sind. Seine Vorstellung steigert sich ins Krankhafte; unter Androhung des eigenen Selbstmordes ringt er seiner Tochter Klara den Schwur ab, daß sie ihm nie Schande machen werde. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf, als Klara schwanger wird und der Kindsvater sich weigert, sie zu heiraten. In »Maria Magdalena« reißt Friedrich Hebbel einen Abgrund auf, der nicht nur den Einzelnen verschlingt, sondern die ganze Welt. Klaras Leidensweg wird zum Modell einer verlorenen Gesellschaft. 

 

Regie und Bühne: Jacqueline Kornmüller  / Kostüme: Heide Kastler / Musik: Uli Bühl / Dramaturgie: Nora Khuon, David Tushingham / Licht: Dierk Breimeier.

Es spielen: Gernot Grünewald, Hans Krumnow, Irene Kugler, Hagen Oechel, Monique Schwitter, Thiemo Strutzenberger, Peter Wolf, Manfred Zapatka u.a.

 

Weitere Termine im Januar: 16.1., 24.1., 26.1., jeweils 20 Uhr

Eintrittspreis: 11-55 €

Karten: Telefon 040.24871-3 (mo-sa, 10-19 Uhr) oder online buchen unter www.schauspielhaus.de

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