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Maxim Gorki: "Die Kleinbürger", Mainfranken Theater Würzburg:

16.05.2009

Premiere: 23. Mai 2009 | 19:30 Uhr | Großes Haus

Bessemjonow versteht die Welt nicht mehr: Seine erwachsenen Kinder leben, anstatt eine Familie zu gründen und einer geregelten Arbeit nachzugehen, immer noch bei ihren Eltern.

Sie reden unaufhörlich darüber, wie sie ihr Leben und die Gesellschaft verändern wollen. kommen aber über das Pläneschmieden nicht hinaus. Sohn Pjotr hat sich sehr zum Missfallen seines Vaters auch noch in die lebenslustige Witwe Jelena verliebt. Die Tochter Tatjana hat zwar einen Beruf, ist aber immer noch nicht verheiratet. Dabei ist sie hoffnungslos in den Pflegesohn der Bessemjonows, den tatkräftigen Nil, verliebt. Er ist der einzige, der bereit ist, etwas für ein besseres Leben zu tun und für seine Überzeugungen zu kämpfen.

Solche Menschen hat auch Franziska-Theresa Schütz für ihre Inszenierung gesucht. 17 Würzburger allen Alters, die mit ihren Ideen die Welt verbessern und eine Veränderung bewirken wollen, haben sich zum Laiensprechchor der Würzburger Utopisten zusammen gefunden. So unterschiedlich sie als Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Utopien. Ihre Visionen einer besseren Welt wurden ungefiltert neben einander gestellt und Teil der Inszenierung. Der Chor der Utopisten trägt Nils Stimme in die Gegenwart – und in die Stadt Würzburg.

Vor dem „kleinbürgerlichen“ Hintergrund eines Kunst-Pflanzenwaldes, bestehend aus dem besonders in Arztpraxen und Mittelschicht-Haushalten beliebten Benjaminus Ficus, setzt sich die Inszenierung mit genau dieser Frage auseinander: Ist eine bessere Welt, ein besseres Leben möglich?

Deutsche Fassung von Joachim Lux

Inszenierung Franziska-Theresa Schütz

Bühne Gregor Wickert

Kostüme Hella Bünte

Dramaturgie Petra Paschinger

Chorleitung Philipp Reinheimer

Wassilij Wassiljew Bessemjonow Rainer Appel

Akulina Iwanowna, seine Frau Franziska Kleinert a.G.

Tatjana, deren Tochter Maria Brendel

Pjotr, deren Sohn Kai Christian Moritz

Nil, deren Pflegesohn Andreas Anke

Teterew, Kostgänger Klaus Müller-Beck

Polja, seine Tochter Maria Vogt

Jelena Nikolajewna Kriwzowna, Mieterin Anne Simmering

Pertschichin, Vogelhändler Max De Nil

Schischkin, Student Kai Brecklinghaus

Maria Zwetajewna, Lehrerin Edith Abels

Arzt Philipp Reinheimer

Chor der Würzburger Utopisten:

Thomas Albrecht, Michelle Amthor, Katrin Brückner, Hans-Peter Dehms, Leo Estenfelder, Christa Fischer, Daniela Groß, Birgit Hagenauer, Wolfram Hartung, Felix Hemberger, Ilse Herling, Yvonne Höfner, Carolin Kipka, Kerstin Lauterbach, Christoph Mansky, Sabine Mohr, Horst Stangier

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