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Maxim Gorki Theater Berlin: Premieren IT'S GOING TO GET WORSE + ALLES UNTER KONTROLLE LLE + QUEER WEEK 2021Maxim Gorki Theater Berlin: Premieren IT'S GOING TO GET WORSE + ALLES UNTER...Maxim Gorki Theater...

Maxim Gorki Theater Berlin: Premieren IT'S GOING TO GET WORSE + ALLES UNTER KONTROLLE LLE + QUEER WEEK 2021

ab 8.6.2021

Künden Paläste immer das Ende einer Ära an? Als Ludwig II. den Pfauenthron in den Maurischen Kiosk gebaut hatte, blieben ihm noch neun Jahre zu leben; als die DDR endlich ihren Palast fertig hatte, war sie schon deutlich über ihren Zenit und auf Talfahrt zum Systemende. Und dennoch bauen wir inmitten einer globalen Krise ein Schloss ins Zentrum Berlins? Das verheißt wenig Gutes.

 

Copyright: Esra Rotthoff

Ersan Mondtag und sein Ensemble befragen die Ruinen der Vergangenheit und der Gegenwart. Doch wie geht das eigentlich, wenn die Gäste nicht kommen können, die Lieder nicht erklingen, die Party nicht stattfinden kann? Benny Claessens, Kate Strong, Orit Nahmias und Çiğdem Teke warten, denken und tanzen – über das Abwesende, die Poesie, die Kunst – und was das überhaupt alles noch soll.

IT’S GOING TO GET WORSE
8. Juni, 19.30 Uhr
Von Ersan Mondtag & Ensemble
Regie Ersan Mondtag Bühne Nina Peller Kostüme Teresa Vergho Lichtdesign Rainer Casper Dramaturgie Aljoscha Begrich
Mit Benny Claessens, Orit Nahmias, Kate Strong, Çiğdem Teke

PREMIERE
ALLES UNTER KONTROLLE
16. Juni, ab 19:30 Uhr
von Oliver Frljić & Ensemble
Regie Oliver Frljić Bühne / Kostüme Igor Pauška Dramaturgie Johannes Kirsten
Mit Maryam Abu Khaled, Emre Aksızoğlu, Lea Draeger, Dominic Hartmann, Kenda Hmeidan, Kinan Hmeidan, Abak Safaei-Rad, Hanh Mai Thi Tran, Mehmet Yılmaz

Auch nach der Coronakrise wird gelten: Es gibt Gewinner*innen und Verlierer*innen. STOP! Noch mal zurück. Ok. Aber es ist klar, dass alle so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren wollen. STOP! Welche Normalität? Jene, in der tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken, in der die Frage »wer hat und wer nicht« über Existenzen entscheidet, jene, in der Menschen getötet werden, nur weil sie »anders« rassifiziert werden? Wie Walter Benjamin es 1942 festgehalten hat, ist der Ausnahmezustand die Regel --- STOP?

Für sein neues Projekt versetzt Oliver Frljić das ganze Gorki in den Ausnahmezustand. Das Haus – als Körper, als Stadt – durch das sich die Zuschauer*innen in einem Parcours ihren Weg bahnen. Fünf Stationen, weil fünf Finger geballt eine Faust ergeben oder weil der Rote Stern fünf Zacken hat. »Dann wird uns als unsere Aufgabe die Herbeiführung des wirklichen Ausnahmezustands vor Augen stehen.« Ok. Aber bitte treten Sie einzeln ein.
Nächste Vorstellungen:
17. / 18. / 19. / 20. / 21. / 22. Juni ab 18:00 Uhr

PROSA DER VERHÄLTNISSE #19
Die Fremde
7. Juni, 19.30 Uhr
im Livestream + danach online verfügbar
Mit Claudia Durastanti, kuratiert und moderiert von Deniz Utlu; Auszüge gelesen von Lea Draeger

Durch die Sprache ins Leben. Claudia Durastantis Roman erzählt eine Familiengeschichte über die Facetten des Fremdseins: Eine italienische Mutter, ein italienischer Vater, eine Tochter, die in Brooklyn zur Welt kommt. Die Eltern sind gehörlos. Von Büchern lernt sie das Sprechen, von ihren Eltern das Erzählen – denn sie fabulieren über ihre Liebe.
Deniz Utlu spricht mit Claudia Durastanti in der 19. Ausgabe von Prosa der Verhältnisse über die Suche nach der eigenen Wahrheit durchs Schreiben, die Bedeutung des Erinnerns fürs Erzählen und über das Zuhausesein im Fremdsein.

***

Digital-Festival

PUGS IN LOVE
Queer Week 2021
17. - 19. Juni

 Als sich das Kuratorium der Queer Week im Herbst 2019 formierte, glitzerte die Zukunft queer am Horizont, ein Versprechen, eine Hoffnung, vielleicht nur eine Ahnung. Seither ist viel passiert: eine Festivalausgabe wurde geplant, verschoben und ist geplatzt; das Team hat sich verändert und versucht, möglichst viel des ursprünglichen Programms beizubehalten, mit allen künstlerischen Entwicklungen, die das Jahr mit sich brachte. Schließlich mündete der Prozess darin, dass PUGS IN LOVE – Queer Week 2021 als Digital-Festival mit über 40 Künstler*innen stattfindet.

Titelgebend sind die Perversen und Gefährdeten (PUGs): »queer« und »pervers« bedeuten seit der Entstehung im Althochdeutschen und Lateinischen »verdreht«, »verkehrt«, »verquer«. Und so erweitern die PUGs während dreier Tage die Literatur für immer um scheinbar Unsagbares, suchen nach egalitären Wegen ins Übergestern und erforschen mit Performances und einem Theaterfilm, was »queer« in der Zukunft bedeuten könnte. Sicher ist dabei nur, dass sie jenseits des Mainstreams zu suchen – zu schaffen! – ist. Deshalb tastet sich dieses Festival genussvoll in alle Richtungen gleichzeitig: Wie die unterschiedlichen Gesprächsgäst*innen ergänzen sich die Texte, Performances, Workshops, Filme zu einem Kaleidoskop, widersprechen einander und hoffentlich sich selbst.

 Das vollständige Programm finden Sie auf gorki.de.

 Das Festival PUGS IN LOVE – Queer Week 2021 wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Kooperationspartner*innen sind in diesjähriger Edition: »Missy Magazine«, »Glitter Magazine«, SchwuZ und Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e.V..

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