Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin: "Die Grönholm-Methode" nach Jordi GalceranMecklenburgisches Staatstheater Schwerin: "Die Grönholm-Methode" nach Jordi...Mecklenburgisches...

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin: "Die Grönholm-Methode" nach Jordi Galceran

Premiere Sa, 14.06.2014 · 19:30 Uhr · E-Werk. -----

Vorstellungsgespräch war gestern, Bewerbercontests mit Rollenspiel und Seelenstriptease sind angesagt. In Jordi Galcerans Stück „Die Grönholm-Methode“ geraten wir mitten hinein in ein schonungsloses Auswahlverfahren zur Besetzung von Führungskräften in multinationalen Konzernen.

Drei Männer, eine Frau – vier erfolgreiche Manager in der Endrunde um den hochdotierten Führungsposten des Megakonzerns Dekia. Auf der Zielgeraden, kurz vor der begehrten Position, muss sich jeder der vier Kandidaten nochmals bewähren. Keiner weiß, worauf die ihnen per Briefbotschaft gestellten Aufgaben wirklich abzielen oder was von jedem Einzelnen erwartet wird. Wieviel Ellbogen verträgt der Teamgeist in einem ausgeklügelt psychologischen Auswahlverfahren? Schon die erste Aufgabe sät Misstrauen: laut schriftlicher Anweisung scheint einer der Bewerber ein Vertreter der Personalabteilung zu sein. Selbst das Privatleben der Kandidaten wird nicht ausgelassen. Schon im Vorfeld akribisch durchleuchtet und nun an die Konkurrenz kommuniziert, wird so an jeder der vorbildlichen Fassaden gekratzt, Misstrauen geschürt und die Macht der Auserwählten gegeneinander ausgespielt.

 

Dem Dramatiker Jordi Galceran, geboren 1964 in Barcelona, gelang mit seinem 2003 uraufgeführten Stück „Die Grönholm-Methode“ der internationale Durchbruch. Das Vier-Personen-Stück, welches schonungslos die Mechanismen moderner Bewerbungsverfahren aufdeckt, wurde in über 30 Ländern gespielt und unter dem Titel „Die Methode" verfilmt.

 

Für Schwerin inszeniert Beate Rothmann dieses rasante Kammerspiel über den Psychotrip Karrierekampf, über den „survival of the fittest“ mit feingezeichneten Figuren, Tiefgang und der nötigen Prise Humor. Bereits in der vergangenen Spielzeit hat sie ihr Können mit der Inszenierung des Schauspiels „Frau Müller muss weg“ unter Beweis gestellt.

 

aus dem Spanischen von Stefanie Gerhold

 

Inszenierung: Beate Rothmann

Bühne: Detlef-Michael Schultz

Kostüme: Beate Rothmann

Dramaturgie: Nadine Lipp

Premiere: 14. Juni 2014, E-Werk

 

Amadeus Köhli

Andreas Lembcke

Sebastian Reusse

Lucie Teisingerova

 

 

Sa, 28.06.2014 · 19:30 Uhr · E-Werk

Fr, 04.07.2014 · 19:30 Uhr · E-Werk

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑