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MINNA VON BARNHELMMINNA VON BARNHELMMINNA VON BARNHELM

MINNA VON BARNHELM

von Gotthold Ephraim Lessing

Thalia Theater

Eigentlich haben sie sich schon gefunden, bevor Lessings berühmtestes Lustspiel richtig losgeht: Minna von Barnhelm bezieht zufällig das Hotelzimmer des Majors von Tellheim, den sie in Berlin nach Ende des Siebenjährigen Krieges so verzweifelt sucht.

 

Die Ringe sind bereits getauscht, die Liebe beruht weiterhin auf Gegenseitigkeit. Doch der Major von Tellheim hat ein Problem: Er ist nicht mehr derselbe Mann, den Minna in schneidigen Kriegszeiten kennen gelernt hat. Eine Kugel hat ihm den rechten Arm gelähmt, ihm droht wegen eines dubiosen Wechsels der Prozess, und er ist unehrenhaft aus der Armee entlassen. Als abgedankter Offizier, als Bettler und Krüppel kann und will er Minna nicht zur Frau nehmen, zum einen, weil er sie nicht der Verachtung preisgeben möchte, zum anderen, weil er sich ihr - dem reichen, wohlanständigen Fräulein - nicht mehr ebenbürtig fühlt.

Schließlich ist "Gleichheit das festeste Band der Liebe", und davon kann zwischen Minna und ihm keine Rede mehr sein. Das gewitzte Fräulein von Barnhelm muss sich daher allerhand einfallen lassen, um Tellheim doch noch herumzukriegen. Ihr Spiel mit dem moralischen Major beginnt als Lustspiel mit vollem Risiko und gerät dabei zusehends außer Kontrolle.

 

Regie führt Niklaus Helbling, ehemaliger Thalia-Dramaturg und führender Kopf der freien Schweizer Gruppe "Mass & Fieber". Im Thalia in der Gaußstraße inszenierte er zuletzt "Better Days" von Richard Dresser.

 

Regie Niklaus Helbling Bühne Dirk Thiele Kostüme Regine Standfuß Musik Martin Gantenbein, Felix Huber Choreographie Salome Schneebeli Es spielen Andreas Döhler, Maren Eggert, Peter Jordan, Helmut Mooshammer, Andreas Pietschmann, Judith Rosmair, Stephan Schad

 

A-Premiere am 2. April um 20 Uhr im Thalia Theater B-Premiere am 3. April um 19 Uhr im Thalia Theater

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