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Mitteilung an die Öffentlichkeit: THEATER CHUR BRAUCHT SOWOHL STADT ALS AUCH KANTON

November 2013. Der Stiftungsrat der Stiftung Theater Chur hat einen Vorstoss der BDP-Fraktion des Churer Gemeinderates zur Kenntnis genommen, mit dem vom Kanton ein höherer Beitrag an das Theater Chur gefordert und mit einer Kürzung der städtischen Beiträge an das Theater Chur gedroht wird.

Das Engagement und Interesse, das die Mitglieder des Churer Gemeinderates mit diesem Vorstoss gegenüber dem Theater Chur zeigen, ist grundsätzlich erfreulich. Das Theater Chur ist aber sowohl auf die Unterstützung des Kantons als auch auf die Unterstützung der Stadt Chur angewiesen. Diese beiden Partner sollten nicht gegenseitig ausgespielt werden.

 

Das Theater Chur ist aus der Stadt Chur nicht wegzudenken. Zum einen gilt es, das Gebäude als Veranstaltungsstätte für verschiedenste externe Nutzer aus Chur (zum Beispiel Singschule, Konzertverein, Klassikforum, Stadt Chur, Freie Bühne) und von extern (diverse Mieter aus Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft) à jour zu halten, zum andern sorgt das Theater Chur mit einer Vielzahl von eigenen Veranstaltungen (Schauspiel, Tanz, Oper, Kabarett, Kinder- und Jugendtheater) für eine wesentliche Bereicherung des Kulturangebots in der Stadt Chur und für eine Profilierung der Stadt Chur in diesem Bereich. Viele Produktionen werden auch von ausserhalb der Stadt- und Kantonsgrenzen besucht und wahrgenommen.

 

Das Ganze kostet die Stadt und den Kanton im Vergleich zu Theaterhäusern anderer Kantone wenig. Der Stiftungsrat des Theaters Chur ist deshalb der Ansicht, dass es bei einer finanziellen Diskussion nicht darum gehen sollte, wer wen um wieviel entlasten könnte, sondern darum, wie das Theater Chur gestärkt werden kann. In dieser Hinsicht würde die Stiftung Theater Chur eine noch stärkere Unterstützung durch den Kanton durchaus begrüssen, zumal das Theater Chur tatsächlich über die Stadtgrenzen hinaus zu einer wichtigen Institution geworden ist. Was die Unterstützung der Stadt Chur betrifft, erwartet der Stiftungsrat Theater Chur derzeit keine höheren Beiträge. Eine Kürzung der Mittel würde aber nicht verstanden, zumal die jetzige Lösung, welche die Stadt mit der Gründung der Stiftung Theater Chur vollzogen hat, noch jung ist und eine verlässliche Partnerschaft für beide Seiten sehr wichtig ist. Zudem hätte eine Kürzung einschneidende Auswirkungen auf das Programmangebot und auf die neu lancierten Angebote im Kinder- und Jugendtheaterbereich.

 

Direktion und Stiftungsrat des Theater Chur sind sich bewusst, dass für zusätzliche fnanzielle Bedürfnisse in erster Linie Quellen ausserhalb der öffentlichen Hand anzugehen sind. Deshalb sind schon vor zwei Jahren Massnahmen eingeleitet worden, die zu höheren Eigenmitteln beitragen sollen. Zu erwähnen sind Aktivitäten zur Steigerung der Zuschauerzahlen, vermehrte Kooperationen, zusätzliche Sponsoringaktivitäten und die Gründung des Netzwerks FREUNDE THEATER CHUR. Dieses Netzwerk zählt bereits über 60 Freunde. Nun startet das Theater Chur hier eine weitere Offensive mit dem Ziel, diese Zahl im Verlaufe der erfolgreich gestarteten Theatersaison 2013/14 zu verdoppeln. Der Stiftungsrat Theater Chur hofft, dass dieses Engagement honoriert wird und das Theater Chur von Stadt und Kanton weiterhin existenzsichernd mitgetragen wird.

 

AUSKÜNFTE:

Carlo Portner, Präsident Stiftung Theater Chur. Telefon 081 253 66 55

Ute Haferburg, Direktorin Theater Chur, Telefon. Telefon 081 254 12 90 oder

Mobil 076 326 48 89

ute.haferburg@theaterchur.ch

 

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