Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Münchner Kammerspiele: Aufruf zu einem solidarischen Bündnis anlässlich der drohenden Sparmaßnahmen in Kultur, Bildung und Sozialem Münchner Kammerspiele: Aufruf zu einem solidarischen Bündnis anlässlich der...Münchner Kammerspiele:...

Münchner Kammerspiele: Aufruf zu einem solidarischen Bündnis anlässlich der drohenden Sparmaßnahmen in Kultur, Bildung und Sozialem

Juili/August 2021

Die Mitarbeiter*innen des Eigenbetriebs Münchner Kammerspiele (Otto Falckenberg Schule, Schauburg - Theater für junges Publikum, Münchner Kammerspiele) rufen zu einem solidarischen Bündnis von Kultur, Bildung und Sozialem auf. "Wir wollen die geplanten Sparmaßnahmen im Haushaltsplan der Landeshauptstadt München verhindern."

 

"München bezeichnet sich selbst zu Recht als Kulturmetropole und ist stolz auf seine Spitzenposition in der europäischen Kreativwirtschaft — eine Stadt mit herausragenden Kultur- und Bildungseinrichtungen, die es sich zur Aufgabe macht, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Lebensqualität ihrer Bürger*innen zu verbessern.

Ausgerechnet die Landeshauptstadt München plant langfristig einschneidende Kürzungen in den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales. Die geplanten Maßnahmen setzen die Bedeutung der Kultur- und Bildungsstadt München aufs Spiel. Sie sind ein falsches politisches Signal zum falschen Zeitpunkt.

Der Wert von Bildung, Kultur und sozialem Zusammenhalt ist uns allen ganz besonders in der von der Pandemie geprägten Zeit drastisch vor Augen geführt worden. Wir alle haben unter der Vereinzelung, dem mangelnden Austausch, den fehlenden Bildungs- und Kulturangeboten gelitten, insbesondere Kinder und Jugendliche. Für den sozialen Frieden unserer Stadtgesellschaft müssen wir jetzt in unsere Bildungs-, Sozial- und Kultureinrichtungen investieren.

Für die Ausbildungsstätte Otto Falckenberg Schule, die Münchner Kammerspiele und die Schauburg - Theater für junges Publikum (zusammen der Eigenbetrieb Münchner Kammerspiele) wird in der Stadtratssitzung am 28. Juli 2021 der Wirtschaftsplan für die Spielzeit 21/22 verabschiedet werden. Die Sitzungsvorlage sieht die Nichtgewährung von Tariferhöhungen aus der Tarifrunde 2020 vor. Damit bildet der Eigenbetrieb Münchner Kammerspiele den verhängnisvollen Auftakt eines weiteren Sparhaushalts zu Lasten von Bildung, Sozialem und Kultur – ein fatales Zeichen für die bundesdeutsche Kulturlandschaft.

Im Rahmen der gegenwärtigen Vorberatungen zum Haushalt 2022 werden, neben der Nichtgewährung von Tariferhöhungen, pauschale Kürzungen quer durch alle Referate von bis zu 8,5% diskutiert. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Der Eigenbetrieb Münchner Kammerspiele könnte solchen Einsparvorgaben nur durch die Streichung aller freien künstlerischen Mittel oder durch einen Stellenabbau im Umfang von 60 Stellen beikommen – einem Sechstel seiner Belegschaft. Beides wäre ein unwiderruflicher Strukturabbau und eine nachhaltige Zerstörung jahrzehntelanger Investitionen.

Wir brauchen einen verlässlichen Schulterschluss zur Stärkung und Sicherung von Kultur, Bildung und Sozialem, bei dem die Politik vorausschauend Verantwortung übernimmt.

Wir rufen auf zu einem Bündnis der Bereiche Kultur, Bildung und Soziales in der Landeshauptstadt München, die sich nicht gegeneinander ausspielen lassen!

Unterschreiben und teilen Sie diesen Aufruf, um die weitreichenden Sparbeschlüsse im Herbst im Stadtrat gemeinsam zu verhindern.

Die Pandemie hat gezeigt, dass insbesondere die Bereiche Bildung, Soziales und Kultur jetzt gestärkt werden müssen. Durch die geplanten Kürzungen drohen ein unwiderruflicher Strukturabbau und eine nachhaltige Zerstörung jahrzehntelanger Investitionen."

Unterstützen und teilen Sie den Aufruf zahlreich.

Unterzeichnen Sie hier: kulturbildungsoziales.de .

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑