Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
München: Verdis „Macbeth“ in der Bayerischen StaatsoperMünchen: Verdis „Macbeth“ in der Bayerischen StaatsoperMünchen: Verdis...

München: Verdis „Macbeth“ in der Bayerischen Staatsoper

Am 2. Oktober 2008, 19.00 Uhr im Nationaltheater feiert die Bayerische Staatsoper mit der Premiere von Verdis Macbeth nicht nur die Eröffnung der Spielzeit 2008/2009, sie markiert auch gleichzeitig den Beginn der Intendanz von Nikolaus Bachler, der nach den Wiener Festwochen und der Wiener Volksoper seit 1999 mit dem Wiener Burgtheater eines der größten Schauspielhäuser Europas erfolgreich geleitet hat.

Für ihn sind Oper und Theater dem Zeitgenössischen verpflichtet: „Jede unsere Vorstellungen ist der Versuch einer Übersetzung der ursprünglichen Intention der Schöpfer in den Kontext einer ständig sich wandelnden Gegenwart.“

 

Geheimnisvoll nehmen uns die Figuren in Giuseppe Verdis „Macbeth“ mit auf die Reise in ihre unaussprechlichen Gefühle. Gefangen in einem wahren Machtrausch und besessen von dem unbedingten Verlangen, die einmal erlangte Macht zu bewahren, begehen Macbeth und seine Lady einen Mord nach dem anderen. Ihre Liebe erhält dadurch eine Radikalität, die bis dahin in der Oper undenkbar war. „Der böse Traum von Macht und Vollkommenheit und die Dynamik des nie zur Ruhe kommenden Begehrens treibt das Paar von Tat zu Tat“ (Martin Kušej). „Das Sujet dieser Oper ist weder politisch noch religiös: es ist phantastisch“, schrieb Verdi und rückte Shakespeares Vorlage damit einer „romantischen“ Lesart näher. Und tatsächlich lässt sich alles Unheimliche, das die Welt dieser Oper beherrscht, als äußeres Bild für die inneren Zustände seiner Protagonisten verstehen, als Psychogramm zweier Massenmörder.

 

Die Inszenierung liegt in den Händen des österreichischen Regisseurs Martin Kušej. „Seine Kraft kommt von innen. Daraus formt er Erzählungen wie ein Bildhauer“, sagt Nikolaus Bachler über die Arbeiten Kušejs, der bereits zahlreiche Stücke am Wiener Burgtheater sowie Opern für Stuttgart, Berlin, Salzburg, Amsterdam und Zürich inszenierte und sich nun erstmals an der Bayerischen Staatsoper vorstellt.

 

Unter der musikalischen Leitung von Nicola Luisotti, designierter Generalmusikdirektor der San Francisco Opera, singt ein erstklassiges Sängerensemble mit Nadja Michael als Lady Macbeth und Zeljko Lucic in der Titelpartie sowie Dimitri Pittas (Macduff), Roberto Scandiuzzi (Banco) u.a.

 

Folgevorstellungen am 06., 09., 12., 17. und 20.10.

 

Karten sind erhältlich im Vorverkauf der Bayerischen Staatsoper (Tageskasse am Marstallplatz 5, Tel: 089-2185 1920) oder unter www.staatsoper.de

 

Kostenlose Generalprobenkarten für Studenten

Zusätzlich zu den bereits bestehenden Angeboten für Studenten öffnet die Bayerische Staatsoper auch die Generalprobe zu „Macbeth“ am 29.09., 19.00 Uhr für dieses junge Publikum.

 

Für die Generalprobe ist ein Kontingent von 350 Karten reserviert. Diese werden ab 18.00 Uhr unter Vorlage eines gültigen Studentenausweises an der Abendkasse des Nationaltheaters unentgeltlich ausgegeben.

 

Nikolaus Bachler moderiert Einführungsmatinee "Macbeth" am 28.09.

Mit einer ganz neuen Konzeption der Einführungsmatineen möchte die Bayerische Staatsoper ihr Publikum einladen, die szenischen und musikalischen Hintergründe der Neuinszenierungen zu entdecken.

 

Dafür lädt Staatsintendant Nikolaus Bachler Künstler der jeweiligen Produktionen erstmals auf die Bühne des Nationaltheaters ein. Für die Einführungsmatinee zu „Macbeth“ am 28.09., 11.00 Uhr sind der Regisseur Martin Kušej, der Dirigent Nicola Luisotti sowie der Kulturwissenschaftler Thomas Macho zu Gast.

 

Mit Auszügen aus der Oper stimmen Nadja Michael (Lady Macbeth), Zeljko Lucic (Macbeth) und Dimitri Pittas (Macduff) auch musikalisch auf die Neuproduktion ein.

 

Karten zu 8 € können im Vorverkauf der Bayerischen Staatsoper oder unter www.staatsoper.de erworben werden.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑