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Münchner Kammerspiele: "Die Ehe der Maria Braun"

Nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder

Premiere am 6. Juni 2007, um 20.00 Uhr im Schauspielhaus

Drehbuch: Peter Märthesheimer, Pea Fröhlich

 

"Die Ehe der Maria Braun" ist der 38. Film im kurzen Leben von Rainer Werner Fassbinder und zugleich der erste Teil der BRD-Trilogie, die in "Lola" und "Die Sehnsucht der Veronika Voss" ihre Fortsetzung fand.

 

 

 

Für Fassbinder ist "Die Ehe der Maria Braun" 'die Liebesgeschichte zweier Menschen, die so lange dauert, weil sie nicht verwirklicht wird' und zugleich 'ein komplizierterer Film, als die Geschichte zuerst einmal vermuten lässt'. In einem Standesamt, das gerade von einer Bombe getroffen wird, heiraten während des Zweiten Weltkriegs Hermann und Maria Braun. Zwei Tage später muss Hermann wieder einrücken und kehrt auch nach Kriegsende nicht zurück. Maria wartet, schlägt sich durch, erhält die Nachricht, er sei tot. Sie lernt, wie man auf dem Schwarzmarkt tauscht und erprobt die Liebe als eine Art Tauschgeschäft. Sie lernt Männersachen, verlernt darüber aber nie, die Waffen der Frauen zu gebrauchen. Sie arbeitet in einer Bar, beginnt ein Verhältnis mit einem schwarzen GI. Eines Abends, sie will gerade mit ihm ins Bett gehen, steht Hermann in der Tür. Sie erschlägt den Liebhaber. Vor

Gericht nimmt ihr Ehemann alle Schuld auf sich und wandert für sie ins Gefängnis. Maria klinkt sich statt seiner ein in das allgemeine Streben nach neuem Wohlstand. Für eine gemeinsame Zukunft am Tag X, dem Tag seiner zweiten Rückkehr. Sie lernt die ökonomischen Grundgesetze der BRD-Gründerjahre, furchtlos und als souveräne Herrin einer ebenfalls durchökonomisierten Gefühlswelt. Ein Irrtum, für den sie am Ende einen hohen

Preis bezahlt.

 

 

Regie Thomas Ostermeier

Bühne Nina Wetzel

Kostüme Ulrike Gutbrod

Dramaturgie Julia Lochte

Musik Nils Ostendorf

Video Sebastien Dupouey

Licht Max Keller

 

Mit Brigitte Hobmeier

Jean-Pierre Cornu

Hans Kremer

Steven Scharf

Bernd Moss

 

 

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