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Neuerscheinung: Dokumentationsband zum Projekt "SCHWARZWEISS - Eine theatrale Stadtbegehung um den Fall Oury Jalloh“ am Anhaltischen Theater Dessau

Am Sonntag des 20. Mai 2012 lädt das Anhaltische Theater zur Präsentation des Dokumentationsbandes zum Projekt "SCHWARZWEISS - Eine theatrale Stadtbegehung um den Fall Oury Jalloh“ um 19 Uhr ins Foyer des Alten Theaters ein. Regisseurin Nina Gühlstorff und Ausstatterin Annette Schemmel werden den druckfrischen Band vorstellen.

Die Regisseurin Nina Gühlstorff wagte 2011 zusammen mit Annette Schemmel und Paul Huf, die beide im Bereich der bildenden Kunst tätig sind, ein Experiment : ein politisch hoch explosives Thema, nämlich der ungeklärte Tod eines Asylbewerbers aus Sierra Leone im Dessauer Polizeigewahrsam, wurde Thema eines dokumentarischen Theaterprojekts. Im Zuge umfangreicher Recherchen, die bis in den Senegal führten, entstanden 53 Interviews zu den Themen Heimat, Identität, Rassismus, Menschlichkeit, Integration und Gewalt.

 

Der vorliegende Dokumentationsband zeigt die so entstandene theatrale Stadtbegehung in Bildern und liefert die Szenentexte zum Nachlesen. Zusätzlich verorten zwei Essays das Projekt in aktuellen Diskursen: Die Kunstwissenschaftlerin Ulrike Gerhard beleuchtet die postkoloniale Dimension der

Ausstattungsarbeit. Daneben analysiert die Theaterwissenschaftlerin Martina Grohmann die wegweisende Bedeutung von "SCHWARZWEISS“ für die deutschen Stadttheater: Mit solchen Projekten erobern sie sich ihre Wirkungsmacht innerhalb der jeweiligen Stadtgesellschaft zurück und das angegriffene Label "Stadttheater“ neuen, avantgardistischen Schwung.

 

Die Buchform ermöglicht es, den provokant-engagierten Eingriff von "SCHWARZWEISS“ in das

Stadtgeschehen Dessaus in einen Beitrag zur Zeitgeschichte zu überführen. Die einzeln handgefertigten Schutzumschläge aus dem für SCHWARZWEISS gestalteten Themenstoff machen aus jedem Buchexemplar ein Unikat (solange der Vorrat reicht)!

 

KünstlerInnen

Nina Gühlstorff wurde 1977 in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) geboren. Nach einem einjährigen

Polenaufenthalt studierte sie Musik- und Sprechtheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Seit 2001 arbeitet sie als freie Regisseurin mit besonderem Schwerpunkt auf dokumentarischem Theater u.a. in Dessau, Dresden, Heidelberg, Oldenburg, Jena, Magdeburg, Mannheim, Karlsruhe und Basel. Sie lebt in Bremen.

 

Annette Schemmel (geboren 1979 in München) und Paul Huf (geboren 1967 in Guadalajara) sind Grenzgänger zwischen verschiedenen Disziplinen zeitgenössischen Kunstschaffens. Seit ihrem Studium an der Münchner Akademie der Bildenden Künste arbeiteten sie in München, Amsterdam und Dunkerque als Kuratorin, bzw. als bildender Künstler. Sie leben in Berlin, wo Annette Schemmel derzeit im Fach Kunstgeschichte/ Kunst Afrikas (FU) promoviert.

 

Der Eintritt ist frei.

 

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