Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Noises, Sounds and Sweet Airs", Oper von Michael Nyman, Tiroler Landestheater Innsbruck "Noises, Sounds and Sweet Airs", Oper von Michael Nyman, Tiroler..."Noises, Sounds and...

"Noises, Sounds and Sweet Airs", Oper von Michael Nyman, Tiroler Landestheater Innsbruck

Premiere 16.05.2010

 

Michael Nymans Oper entstand 1991 zunächst als Ballett unter dem Titel The Princess of Milan und basiert auf Shakespeares The Tempest. Der Komponist bearbeitete Shakespeares Text als Libretto und verwendete Calibans Vers als Titel für sein Werk.

Das Besondere an dieser Oper ist, dass die drei Sänger, Sopran, Mezzo und Tenor, keine durchgehenden Rollen spielen, sondern eher Stimmen darstellen und mehr Träger des Textes als Charaktere sind. Oftmals wird eine Figur von verschiedenen Sängern, auch parallel, gesungen, sie sind Miranda oder Ariel, Prospero und Ferdinand, Caliban, sowie Trinculo, Antonio, Sebastian und Alonso, während die mitagierenden Tänzer die einzelnen Charaktere darstellen.

 

Prospero, der einst Herzog von Mailand war, lebt mit seiner Tochter Miranda auf einer Südseeinsel, nachdem er entthront und aus der Heimat vertrieben worden ist. Er hält sich den Eingeborenen Caliban zum Sklaven und beherrscht den Luftgeist Ariel dank seiner Autorität und Zauberkraft. Mit diesem entfacht er im weiten Meer einen Sturm, bei dem seine Feinde Alonso und Antonio, die ihn einst aus Italien vertrieben hatten, Schiffbruch erleiden. Als sie mit ihrem Gefolge auf der Insel stranden, ver¬lieben sich Ferdinand, Alonsos Sohn und Miranda ineinander. Doch erst nach genauer Prüfung durch Prospero kann das junge Paar zusammenkommen.

 

Nymans Musik ist zwar eine bewusste Abgrenzung zu seiner Filmmusik zu Peter Greenaways Prospero’s Books, der dasselbe Thema behandelt, in ihrer Ausarbeitung und ihrem Stil jedoch sehr ähnlich. Und wie in den bereits am TLT aufgeführten Werken The Man Who Mistook His Wife for a Hat und Love Counts klingt sie gewohnt dynamisch und hat eine intensive Sogwirkung auf die Zuhörer.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑