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Oper Stuttgart: "Nabucco" von Giuseppe Verdi

Premiere 24. Februar 2013, 18:00 Uhr. -----

Das hebräische Volk, preisgegeben der Invasion der Babylonier unter Führung Nabuccos (Nebukadnezars); die Zerstörung des jüdischen Tempels und die Verschleppung ins babylonische Exil; zwei ungleiche Schwestern, die die Liebe zum selben Mann zu Rivalinnen macht; ein Vater und König, der sich Gottähnlichkeit anmaßt, von einer unehelichen Tochter seiner Frau entmachtet wird und aus Angst um seine leibliche Tochter zum Gott Israels findet – der Stoff von Verdis Oper Nabucco vereint die Geschichte von Völkern mit einer Familiengeschichte und erzählt, wie stark die Suche von Massen und Individuen nach sozialer und religiöser Identität von archaischer Gewalt und politischem Kalkül durchsetzt ist.

1842 an der Mailänder Scala mit überwältigendem Erfolg uraufgeführt, begründete diese dritte Oper Verdis seinen Ruf, das Zeug zum führenden Opernkomponisten seiner Generation zu besitzen. Tatsächlich manifestiert sich in Nabucco Verdis eruptiver Personalstil erstmals in einem großen musikdramaturgischen Gesamtgefüge von nie nachlassender Spannung: Ein Werk »di getto«, aus einem Guss, in dem durch das Mittel des Kontrastes Welten und Affekte aufbrechen und aufeinanderprallen. Der berühmte, volksliedhaft-schlichte »Gefangenenchor« Va pensiero sull’ali dorate (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen) entfaltet seinen vollen Zauber erst im Kontext dieser aufgewühlten Partitur als entrückter Augenblick des Innehaltens.

 

Mit der Neuproduktion von Giuseppe Verdis großer Choroper Nabucco eröffnet die Oper Stuttgart das „Verdi-Jahr“ 2013. Verdis frühes Meisterwerk, das in Stuttgart zuletzt 1964 inszeniert wurde, wird von dem jungen österreichischen Regisseur Rudolf Frey in Szene gesetzt. Der 29-jährige Salzburger machte in den vergangenen Jahren unter anderem mit viel beachteten Arbeiten am Wiener Burgtheater, am Landestheater Salzburg und in Meiningen auf sich aufmerksam.

 

Im Rahmen dieser Neuproduktion werden einige international renommierte Sänger erstmals auf der Stuttgarter Opernbühne zu Gast sein, wie etwa der US-amerikanische Bariton Sebastian Catana als Titelprotagonist und die britische Sopranistin Catherine Foster, die alternierend mit Mlada Khudoley die hochdramatische Koloraturpartie der Abigaille gestaltet. In weiteren wichtigen Partien sind u.a. die Ensemblemitglieder Liang Li (Zaccharia), Atalla Ayan (Ismael, alternierend mit Gergely Németi) und Diana Haller (Fenena, alternierend mit Marina Prudenskaja) zu erleben, die jeweils ihre Rollendebüts geben.

 

Koproduktion mit der Welsh National Opera

 

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Giuliano Carella,

Regie: Rudolf Frey,

Bühne: Ben Baur,

Kostüme: Silke Willrett, Marc Weeger,

Choreografie: Beate Vollack,

Licht: Reinhard Traub,

Chor: Johannes Knecht,

Dramaturgie: Sergio Morabito, Patrick Hahn

 

Nabucco: Sebastian Catana, Ismael: Atalla Ayan, Zaccaria: Liang Li, Abigaille: Catherine Foster, Fenena: Diana Haller, Oberpriester: Ronan Collett, Abdallo: Ewandro Cruz-Stenzowski, Anna: Maria Koryagova,

 

Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart

 

01.03.2013 19:00 Uhr

07.03.2013 19:00 Uhr

17.03.2013 19:00 Uhr

19.03.2013 19:00 Uhr

23.03.2013 19:00 Uhr

28.03.2013 19:30 Uhr

30.03.2013 19:30 Uhr

 

April 2013

05.04.2013 19:30 Uhr

07.04.2013 18:00 Uhr

12.04.2013 19:00 Uhr

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