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"Peer Gynt" von Henrik Ibsen im Münchner Volkstheater

Premiere am 25. März 2008 um 19.30 Uhr

 

Peer Gynt ist ein großer Träumer. Aus der Enge seiner Dorfgemeinschaft rettet er sich in Phantasien von zukünftiger Größe: Er möchte König, Kaiser werden.

Nachdem er auf einer Hochzeit die Braut entführt hat, muss er sein Dorf verlassen und flüchtet in die große Welt hinaus. Er wird Goldsucher und Reeder in Amerika, Sklavenhändler und Prophet in Afrika, um schließlich in einem Kairoer Irrenhaus zu landen. Immer auf der Suche nach sich selbst, doch sich nie findend. Erst als er in seine Heimat zurückkehrt, erkennt er, dass sein Königreich dort die ganze Zeit auf ihn gewartet hat: im Herzen einer Frau.

 

Das Drama schildert die Geschichte einer Selbstfindung: „Du selbst zu sein, sei dein Ruhm“ - dieser Satz durch zieht leitmotivisch das Werk. Der hübsche Bauernjunge zeichnet sich durch reiche Fantasie und unbändigen Tatendrang aus, doch gelingt es ihm nicht, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen und sein „Selbst“ zu finden, alles, was er anpackt, bleibt Episode.

 

Ob es Peer Gynt wirklich gegeben hat oder nicht steht nicht ohne Zweifel fest. Sein wahrer Name soll Peder Olsen Hågå gewesen sein und er Lebte auf dem gleichnamigen Hof in Sødrop. Henrik Ibsen selbst schrieb an den dänischen Verleger Frederik Hegel am 8. August 1867:

„Wenn es Sie interessiert, so hat Peer Gynt wirklich existiert. Er lebte im Gudbrandsdal, wahrscheinlich Ende des vorigen oder Anfang dieses Jahr-hunderts. Sein Name ist noch unvergessen bei dem Volk da oben, aber über sein Tun und Treiben weiß man nicht viel mehr, als was in Asjbøn-sens „Norwegischen Feenmärchen“ in dem Abschnitt „Hochgebirgsbilder“ zu finden ist. Es ist also nicht viel, worauf ich meine Dichtung aufbauen konnte, aber umso größere Freiheit ist mir dafür geblieben“.

 

Christian Stückl inszeniert Ibsens „Peer Gynt“ am Münchner Volkstheater.

Gemeinsam mit Maximilian Brückner und den Jungen Riederinger Musikanten wandert Christian Stückl aus der bayrischen Welt der „Geierwally“, des „Räuber Kneißl“ und des „Brandner Kaspars“ ins ferne Norwegen. Fährt mit ihnen nach Afrika an die Küste Marokkos, schaut bei der Sphinx vorbei und landet am Ende wieder in den Bergen Norwegens, die unseren bayrischen vielleicht gar nicht so unähnlich sind.

 

Regie Christian Stückl

Bühne Alu Walter

Kostüme Ingrid Jäger

Maske Renate Dorn

Musik Markus Zwink

Junge Riederinger Musikanten

Licht Günter Weiß

Dramaturgie Kilian Engels

Regieassistent Florian Helmbold

Bühnenbildassistentin: Uta Gruber-Ballehr

Inspizient: Christian Schmitz-Linnartz

Souffleuse: Gertrud Kuik

 

 

Peer Gynt Maximilian Brückner

Aase, seine Mutter Ursula Burkhart

Aslak Friedrich Mücke

Matz Moen Gabriel Raab

Gundbrand Tobias van Dieken

Ingrid/Anitra Barbara Romaner

Ingrids Vater Hubert Schmid

Der Krumme Andreas Tobias

Solveig N. N.

 

Und den Jungen Riederinger Musikanten in verschiedenen Rollen.

 

 

 

 

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